Quote älterer Arbeitnehmer „rasant“ gestiegen - flexible Rentenübergänge selten genutzt

Der Anteil älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt ist deutlich gewachsen. Dennoch nutzen nur wenige die Möglichkeiten des flexiblen Renteneintritts, also noch nach Eintrittsalter weiterzuarbeiten. Auf diese Thematik macht nun die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) aufmerksam, wie der „Focus“ berichtet.

In keinem anderen Land der Europäischen Union ist die Zahl älterer Menschen, die noch arbeiten gehen, so stark gestiegen wie in Deutschland. Laut „Focus“ waren zuletzt 29,9 Millionen Menschen „regulär“ beschäftigt, wovon Ende 2013 4,8 Millionen der Arbeitnehmer zwischen 55 und 65 Jahre alt waren. Fünf Jahre zuvor waren es noch 1,3 Millionen Beschäftigte weniger. DRV-Forschungsleiter Reinhold Thiede unterstrich, dass sich in keinem anderen Land die Quote der älteren Arbeitnehmer so rasant erhöht hätte wie in der Bundesrepublik. Der Anteil der 60- bis 64-Jährigen stieg folglich von 20 auf 53 Prozent. Menschen über 65 Jahre gingen hingegen relativ selten arbeiten. Hier verzeichnete die DRV zwar einen Anstieg von 45 Prozent, aber „in absoluten Zahlen“ waren dies nur 56.000 Beschäftigte mehr, schreibt der „Focus“ weiter.

Von der Möglichkeit, noch nach Renteneintrittsalter weiterzuarbeiten, machen dagegen nur wenige Arbeitnehmer Gebrauch – obwohl sich damit die Rente deutlich aufbessern ließe. Wie die DRV mitteilt, stünden derzeit nur etwa 2.000 regulär Beschäftigte, die bereits das Rentenalter überschritten hatten, in einem Arbeitsverhältnis. Diese Gruppe erhielte nicht nur einen Rentenzuschlag in Höhe von 0,5 Prozent, sondern auch „erhöhte Anwartschaften wegen längeren Einzahlens“ in die Rentenkasse, heißt es weiter. Trotz der Forderungen nach flexiblen Übergängen in den Ruhestand ist das „normale Rentenalter“ demnach noch immer ausschlaggebend, so der „Focus“.

Verantwortlich für die so wenig genutzten flexiblen Rentenübergänge machte das Berufsportal „Haufe“ die „starren Hinzuverdienstgrenzen“. Diese seien schlichtweg nicht attraktiv für ältere Arbeitnehmer. Auch die eigens zu dem Thema von der großen Koalition gebildete Arbeitsgruppe komme dem „Focus“ zufolge derzeit nicht weiter. Die SPD spricht sich für Möglichkeiten eines früheren Renteneintritts aus, während die Union Anreize für längeres Arbeiten schaffen will.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Willkommen in unserem Social Media Room

Wir sind für Sie auch auf den Social Media Kanälen unterwegs, damit Sie schnell und bestens über unsere Themen informiert sind.

Ob Twitter, YouTube oder Xing – unsere Social Media Profile bieten ausreichend Raum, um Themen zu vertiefen, sich auszutauschen, für Informationen, tagesaktuelle Reaktionen und Inspiration. Wir wünschen Ihnen anregende Unterhaltung und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail schreiben

XING

Folgen Sie unserem Xing-Profil: Dort informieren wir über unsere Veranstaltungen, Seminare und das Neueste aus der Verbandsarbeit der Personaldienstleister.

Zum XING Profil