OECD-Vergleich: Staaten geben hohen Anteil des Bruttoinlandsprodukts für Sozialausgaben aus

Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ermittelt hat, liegt der Anteil der öffentlichen Sozialausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr in den meisten Mitgliedsstaaten der OECD mit durchschnittlich 21 Prozent „auf einem historischem Höchststand“. Den höchsten Anteil mit über 30 Prozent weisen Frankreich und Finnland bei den öffentlichen Sozialausgaben auf, gefolgt von Belgien, Italien, Dänemark, Österreich, Schweden und Griechenland, deren Quote zwischen 27 und 29 Prozent erreicht. Aber auch Deutschland liegt mit 25,3 Prozent deutlich über dem OECD-Durchschnitt und damit auf dem neunten Platz des Ranking. Weniger als 15 Prozent des BIP verwenden lediglich Chile, Korea, Lettland, Mexiko und die Türkei für Sozialausgaben und liegen damit am unteren Ende der Skala.

Durchschnittlich nahmen die öffentlichen Sozialausgaben seit dem Jahr 2000 um 3,0 Prozent zu. „In Griechenland, Spanien und Portugal, aber auch in Finnland, Belgien, Japan, Korea und den USA machte der Zuwachs mehr als 5,0% aus. In Deutschland hingegen blieb die Quote nahezu konstant“, so die OECD weiter. Mit 8,7 Prozent machen dabei die Ausgaben für die Rente den größten Teil bei den öffentlichen Sozialausgaben in den OECD-Ländern aus. Die realen Ausgaben hierfür sind nach Angaben der Organisation „zwischen 2010 und 2013 in allen OECD-Staaten, ausgenommen Estland und Polen, angestiegen“.

Auch die öffentlichen Ausgaben für die Gesundheitsversorgung haben weiter zugenommen, „allerdings deutlich weniger stark, als es in den Jahren 2005 bis 2009 der Fall war“, wie die OECD schreibt. Mit 6,0 Prozent im Jahr 2016 stellen sie nach den Aufwendungen für die Renten den zweigrößten Posten. Dagegen fallen Leistungen in anderen Bereichen weitaus geringer aus – „Familienbeihilfen liegen bei 2,1% des BIP und Ausgaben für Arbeitslosenhilfe und aktive Arbeitsmarktpolitik bei nur 1,4% des BIP“, erläutert die OECD.

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