OECD-Studie: Erfahrene Arbeitnehmer profitieren in Krisenzeiten

In vielen Industrieländern leiden jüngere Generationen unter den aktuellen Entwicklungen: Von der Heraufsetzung des Rentenalters und der unsicheren Wirtschaftslage profitieren vor allem erfahrene Arbeitnehmer, denn auf sie setzen die Unternehmen in Krisenzeiten. Dies geht aus einer gestern veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in der 34 OECD-Mitgliedsstaaten und zehn Partnerländer miteinander verglichen wurden.

Die Arbeitslosenquote unter den 25- bis 34-Jährigen ist – unabhängig vom Bildungsstand – höher als bei den 55- bis 64-Jährigen. Bei Arbeitnehmern ohne Abitur oder vergleichbare Abschlüsse ist bei den Jüngeren jeder Fünfte arbeitslos, bei den Älteren nur jeder Zehnte. Bei Arbeitnehmern mit höheren Bildungsabschlüssen ist der Unterschied zwischen den Generationen geringer: Bei den Jüngeren sind 8 Prozent ohne Job, bei den 55- bis 64-Jährigen sind es nur 4 Prozent.

Im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit konnte sich Deutschland in den letzten Jahren deutlich verbessern: 2005 steckten 18 Prozent der 20- bis 24-Jährigen weder in einem Arbeitsverhältnis noch in einer Ausbildung, 2013 waren es nur noch 10 Prozent. Damit hebt sich Deutschland vom Durchschnittswert von 18 Prozent deutlich ab. Der Schlüsselfaktor für die Verbesserung der Chancen sei die Bildung, zitiert das „Handelsblatt“ eine Sprecherin der OECD. Zwar fließen rund zwölf Prozent der öffentlichen Ausgaben in die Bildung, aber oftmals werden die Investitionen und Reformen nur unzureichend kontrolliert: „Es ist also viel passiert – weitgehend unklar ist jedoch, ob es damit auch besser geworden ist“, so eine OECD-Sprecherin.

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