OECD erwartet schwächeres Weltwirtschaftswachstum

Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr weniger stark wachsen als bisher angenommen. Dies geht aus dem halbjährigen Wirtschaftsausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der „neben der Prognose von Weltbank und Internationalem Währungsfonds der wichtigste globale Ausblick“ ist, wie „Die Welt“ schreibt.

Die Experten der OECD prognostizieren, dass gerade einmal ein weltweites Wachstum von 3,1 Prozent in diesem Jahr erreicht würde. Im Herbstausblick hatte die Organisation noch eine Steigerung um einen halben Prozentpunkt mehr erwartet, heißt es in der „Welt“. Als Grund für die abgesenkte Prognose nennt der OECD-Wirtschaftsausblick die zuletzt schwächere Konjunktur in China und den USA, deren Wirtschaftsleistung Einfluss auf die Gesamtwirtschaft habe. So traue die OECD China in diesem Jahr gerade noch ein Wachstum von rund sieben Prozentpunkten, den USA sogar nur von zwei Prozentpunkten zu. In den vergangenen Jahren zeichneten beide Staaten für den überwiegenden Teil des weltweiten Wachstums verantwortlich. Die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone wertet OECD-Chefökonomin Catherine Mann hingegen als „Lichtblick“. Hier erwarten die Konjunkturforscher ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozentpunkten für Deutschland und 1,4 Prozent in der Eurozone im laufenden Jahr. Für 2016 soll sogar die zwei-Prozent-Marke überstiegen werden.

Im OECD-Report heißt es weiter, dass der niedrige Ölpreis zwar das Wachstum unterstützt habe, aber „schleppende Investitionstätigkeit“ und ein „enttäuschendes Produktivitätswachstum“ die Weltwirtschaft beeinträchtigten, zitiert der „Deutschlandfunk“. Das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage stagniere auf niedrigem Niveau. OECD-Generalsekretär Angel Gurría dringt daher darauf, das Investitionsverhalten anzuziehen und mehr Geld auszugeben. Der Bundesrepublik empfiehlt die OECD konkret, eine Steigerung der „langfristigen wachstumsfördernden Staatsausgaben“ anzustreben, wobei mehr Geld in Kinderbetreuung und Ausbildungsmöglichkeiten fließen sollte.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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