„Normalarbeitsverhältnis“ auf dem Vormarsch

Die Beschäftigung in Deutschland verzeichnet ein kräftiges Plus. Dies vermeldet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) heute aktuell und bezieht sich dabei auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2013. Die Gesamtzahl der Erwerbstägigen sei gegenüber dem Vorjahr um 228.000 oder 0,6 Prozent auf 41,8 Millionen gestiegen. Dies sei der „höchste Wert seit fast zwei Jahrzehnten“. Die Zeitung räumt dabei auch mit einem Vorurteil auf. Keineswegs, so die FAZ, ist es der Sektor der sogenannten atypischen Beschäftigung, der anwächst. Stattdessen heißt im Text: „Bemerkenswert an den neuen Ergebnissen ist, dass fast alle Formen der atypischen Beschäftigung im Jahresvergleich abgenommen haben - während umgekehrt die Zahl der traditionellen Normalarbeitsverhältnisse kräftig gestiegen ist.“

Tatsächlich wuchs die Zahl der vollzeitbeschäftigten Normalarbeiter im Jahr 2013 um 373.000 auf 24,6 Millionen. Dagegen gab es laut Statistischem Bundesamt Rückgänge sowohl bei befristeten Beschäftigungsverhältnissen und bei Minijobbern als auch bei der Zeitarbeit. Lediglich bei der Teilzeitbeschäftigung war ein Zuwachs zu verzeichnen – bei den Teilzeitstellen mit einer Arbeitszeit von 20 Stunden allerdings deutlich stärker als bei denen unter 20 Stunden. Grundlage dieser neuen Daten ist der jährliche Mikrozensus, „eine breit angelegte Befragung von 60 000 Haushalten in ganz Deutschland“, wie die FAZ schreibt.

Zu den sogenannten atypischen Beschäftigungsformen zählt das Statistische Bundesamt unter anderem Minijobs, Teilzeitstellen mit weniger als 20-Wochenstunden, befristete Beschäftigung, Selbständige ohne Angestellte und –Zeitarbeit. Dabei handelt es sich ausgerechnet bei Zeitarbeit um ein völlig reguläres Arbeitsverhältnis: Zeitarbeitnehmer haben mit ihrem Zeitarbeitsunternehmen einen in der Regel unbefristeten Vertrag mit Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung. Außerdem haben sie ein Anrecht auf bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie bei fehlenden Einsatzmöglichkeiten. Auch ein gesetzlicher Kündigungsschutz gehört selbstverständlich dazu. Der einzige Unterschied zu anderen Arbeitsverhältnissen ist, dass Arbeitsorte und Einsatzbetriebe wechseln. Aber das trifft auch auf andere Wirtschaftszweige wie den Bau oder Teile des Handwerks zu, ohne dass das Statistische Bundesamt dabei von atypischer Beschäftigung spricht.


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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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