Noch mehr trübe Aussichten für Deutschlands Wirtschaft: IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt

Erst Mitte dieser Woche berichteten mehrere Medien sowie der BAP über eine Stimmungseintrübung in der deutschen Wirtschaft, was sich daran zeigte, dass der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts nach unten gegangen war. Offenbar kann sich der Arbeitsmarkt diesem Trend nicht entziehen, denn auch das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist gesunken. Laut IAB-Angaben ist dies bereits das vierte Minus in Folge. Der Rückgang habe 0,9 Punkte betragen, der jetzige Stand wird mit 99,6 Punkten ausgewiesen.

Eine Pressemitteilung vom IAB zitiert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereiches „Prognosen und Strukturanalysen“, der die Aussichten für die nächsten drei Monate kommentiert: „Der Optimismus unter den Arbeitsagenturen ist vorerst verflogen“, so Weber. Mittlerweile könne man nur noch mit einer „Stagnation bei der Arbeitslosigkeit“ rechnen. Weiter heißt es in der Mitteilung: „Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist zwar unter die Marke von 100 Punkten gefallen, einen merklichen Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl signalisiert das aber noch nicht.“

Die Tatsache, dass die Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu Jahresanfang besser war, schreiben die IAB-Forscher der milden Witterung zu – eine Dynamik, die sich aber nicht weiter behaupten könne. Stattdessen stellt Weber klar: „Das schwächere Wachstum der Schwellenländer und die Krise in der Ukraine kühlen die Konjunktur in Deutschland ab.“ Deutschland gehe Schubkraft verloren.

Das IAB befragt zur Erstellung des Arbeitsmarktbarometers monatlich alle 156 lokalen Arbeitsagenturen. Abgefragt werden dabei Einschätzungen zur Entwicklung des Arbeitsmarktes in den kommenden drei Monaten. Das Barometer kann zwischen 90 und 110 Punkten schwanken. Dabei signalisieren niedrige Werte stark steigende, hohe dagegen deutlich sinkende Arbeitslosigkeit.


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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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