Mögliche Auswirkungen des Brexit auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Ökonomen deutscher Großbanken rechnen wegen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) – dem sogenannten Brexit – damit, dass geplante Stellen in einzelnen Bereichen möglicherweise nicht mehr neu besetzt werden und „im schlimmsten Fall“ auch die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigen könnte. Das schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) und beruft sich dabei auf eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Von einem „klar negativen Signal“ für die deutsche Wirtschaft sprach DZ-Bank Volkswirt Michael Holstein. Sollte sich der Brexit in Großbritannien zu einer Wirtschaftskrise entwickeln, könnte dies auch Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Die DZ-Bank ging der FAZ zufolge bislang von einem „milden Brexit-Szenario“ aus, wonach die Konjunkturaussichten hierzulande nur leicht gedämpft würden. „Das ergäbe dann auf dem Arbeitsmarkt keinen sehr starken Effekt“, heißt es in der FAZ. Eine „konjunkturdämpfende Wirkung“ befürchtet auch Allianz-Volkswirt Rolf Schneider, schränkt jedoch ein, dass letztlich die „Finanzmarkt-Turbulenzen“ ausschlaggebend sein werden, „wie stark die deutsche Wirtschaft davon betroffen sein wird“, heißt es weiter in der Zeitung. Allenfalls „geringfügige Jobverluste“ erwartet Eckart Tuchfeld von der Commerzbank. Diese würden vornehmlich exportorientierte Unternehmen treffen, da das Vereinigte Königreich weniger Exportgüter aus Deutschland nachfragen werde. Allerdings glaubt der Commerzbank-Ökonom, dass „die deutsche Wirtschaft den Brexit wegstecken“ werde. Stefan Kipar, Ökonom bei der Bayern-LB, sagte der dpa, dass sich die Folgen des Brexit eher langfristig auswirken werden. So würden einige deutsche Unternehmen bereits geplante Einstellungen nun vermutlich des Öfteren unterlassen. „Insgesamt rechne er aber auf dem Arbeitsmarkt nur mit moderaten Auswirkungen“, so die FAZ.

Der Zeitung zufolge erwarten die Arbeitsmarktexperten für den Monat Juni jedoch einen „stabilen Arbeitsmarkt“ mit durchschnittlich 2,61 Millionen Arbeitslosen. Damit hätte sich die Erwerbslosenzahl gegenüber dem Vormonat um weitere 55.000 Personen verringert. Bayern-LB-Volkswirt Kipar kommt angesichts des alljährlichen Frühjahrsaufschwungs zu dem Fazit: „Der Stellenaufbau geht erst mal weiter“. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wird die offiziellen Arbeitslosenzahlen am 30. Juni veröffentlichen. 

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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