MINT-Report: Unternehmen fehlen mehr als 160.000 Fachkräfte

Im September fehlten deutschen Unternehmen 164.400 Arbeitskräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – den sogenannten MINT-Berufen. Dies ist der höchste Stand seit drei Jahren. Ohne Zuwanderung jedoch wäre der Anteil, der fehlt, deutlich höher. Dies ist das Ergebnis des MINT-Reports, der im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall sowie der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) erstellt wurde.

Würde Deutschland nicht von der Zuwanderung von Fachkräften etwa aus Polen, Russland, Indien und Spanien profitieren, „würde die Lücke bei über 200.000 liegen“, heißt es dazu auf der Website des IW Köln. Im Zuge des Zuwachses stieg der Anteil ausländischer Arbeitskräfte in den MINT-Berufen um gut elf Prozent zwischen dem vierten Quartal 2012 und dem gleichen Quartal 2014. Damit sind rund vier Mal mehr ausländische Arbeitnehmer in den MINT-Berufen tätig als deutsche, dies betrifft auch besonders die Akademiker.

„Qualifizierte MINT-Zuwanderung stärkt die Fachkräftebasis in Deutschland“, bestätigt auch Prof. Dr. Axel Plünnecke, Leiter des Kompetenzfeldes Bildung, Zuwanderung und Innovation am IW Köln. Dennoch betont der IW-Experte, dass „Sprachkenntnisse und Qualifikationen verbessert werden“ müssten, „um die Flüchtlinge in Arbeit zu integrieren“. Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“, ergänzt: „Gerade weil die aktuelle Flüchtlingsmigration nur beschränkt zur MINT-Fachkräftesicherung beiträgt, brauchen wir neben der Ausschöpfung aller einheimischen Potenziale weiterhin Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittländern.“

Ende 2014 übten mehr als 6,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland einen MINT-Beruf aus – 2,6 Prozent mehr als 2012. „Davon entfielen 4,1 Millionen auf Facharbeiterberufe. Weitere 1,2 Millionen Erwerbstätige waren in Meister- oder Technikerberufen tätig, die übrigen knapp 1,2 Millionen in Akademikerberufen“, heißt es dazu beim IW Köln.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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