Mehr Menschen arbeiten als Freiberufler

Mehr als 1,3 Millionen Menschen sind als selbstständige Freiberufler tätig. Seit 2005 hat sich die Zahl der Beschäftigten in den Freien Berufen sogar um fast 53 Prozent erhöht. Die Anzahl der Freiberufler  ist demnach – gemessen an der Gesamtzahl der Selbstständigen – innerhalb eines Jahrzehnts um zehn Prozent auf 33 Prozent gestiegen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ).

Mehr Menschen entscheiden sich für eine Tätigkeit in den Freien Berufen, dazu gehören Ärzte, Anwälte, Architekten oder Künstler. Dies geht aus der kürzlich veröffentlichten Jahresstatistik des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) hervor. Damit erlebt die Branche einen enormen Aufschwung. Die Ursachen sieht die FAZ im Bedeutungszuwachs des Dienstleistungssektors, der Unternehmensgründungen nach sich ziehe, sowie Vorzüge im Steuerrecht. So konnten besonders die kreativen wie auch die Heilberufe in den vergangenen Jahren starke Zuwächse verbuchen. Die Zahl der freien Heilberufe stieg demnach im vergangenen Jahr um 3,9 Prozent, die Kreativ- und Kulturberufe verzeichneten ein Wachstum um 3,7 Prozent. In den technisch-naturwissenschaftlichen Bereichen, zu denen Ingenieure oder rechts- und steuerberatende Tätigkeiten zählen, war der Zuwachs nicht ganz so stark. Gegenüber der Gruppe der gewerblich Selbstständigen sind diese aber ebenfalls laut FAZ als „Wachstumsbereiche“ zu betiteln. Insgesamt stagniere die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland aber, so die Zeitung weiter. Die Gruppe der Freiberufler scheint von dieser Entwicklung hingegen nicht betroffen. Im Jährlichen Gründungsmonitor der Förderbank KfW bestätigt sich dieser Trend. Demnach wurden 2014 rund 40 Prozent aller Firmengründungen von Freiberuflern vorgenommen. 

Die Gruppe der Freiberufler trüge „maßgeblich zur wirtschaftlichen Dynamik in Deutschland und auf dem europäischen Binnenmarkt bei“, sagte Horst Vinken, Präsident des BFB, gegenüber der FAZ. Der BFB-Präsident bezeichnete die Freien Berufe als „Chance im Qualitätswettbewerb“ in Europa.

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