Maschinenbau kommt nicht in Schwung – Russland-Krise hinterlässt deutliche Spuren

Im April schrumpften die Bestellungen gegenüber dem Vorjahresmonat um zwei Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Dabei sei der Rückgang im Inland mit drei Prozent größer gewesen als der im traditionell starken Auslandsgeschäft mit einem Minus von zwei Prozent. In den Euro-Partnerländern sei es zwar bergauf gegangen, dies habe aber die Einbußen außerhalb der Währungszone nicht vollständig kompensieren können. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger stark beeinflussten Dreimonatszeitraum von Februar bis April stagnierten die Aufträge, heißt es beim VDMA.

„Der aussagekräftigere Drei-Monats-Vergleich zeigt ebenfalls, dass die Maschinenbaukonjunktur noch keine richtige Fahrt aufgenommen hat“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers gegenüber Reuters. Das Auf und Ab der Bestellungen setze sich fort. Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche, zu der aber auch börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp und Gea gehören, gilt mit gut einer Million Beschäftigten als ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

Auf der Internetseite des VDMA heißt es außerdem in einer ausführlichen Dokumentation, die wirtschaftliche Krise in Russland und der politische Streit mit der EU hinterließen im deutschen Maschinenbau immer deutlicher ihre Spuren: Im ersten Quartal dieses Jahres sind die Maschinenexporte dorthin um weitere gut 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. „Russland fiel damit in der Rangliste der wichtigsten Abnehmerländer auf Rang 10 zurück. Im Jahr 2013, also vor Beginn der Russlandkrise, war das Land noch der viertgrößte Absatzmarkt für den deutschen Maschinenbau“, heißt es in der Meldung. „Leider hat sich der Abwärtstrend bei den Maschinenbauexporten zu Beginn dieses Jahres noch beschleunigt“, sagt VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge.

Eine neue Umfrage des VDMA unter fast 260 Mitgliedsunternehmen zeigt, dass die Russland-Krise vielfältige Folgen für die hiesige Industrie hat. 94 Prozent der Befragten gaben dabei an, von der Krise betroffen zu sein; zu spüren bekommen die Unternehmen das vor allem in Form von Auftragsrückgängen (83 Prozent) und sinkenden Anfragen (70 Prozent). Deshalb sei zu erwarten, dass die Exporte nach Russland in den kommenden Monaten stark zurückgehen werden.

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Doris Droste
Doris Droste
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