Marktforschungs-Studien: Weniger Entwicklungschancen für ältere Arbeitnehmer

Ältere Arbeitnehmer werden immer länger am Arbeitsmarkt benötigt. Firmen profitieren von ihrer langjährigen Berufserfahrung. Und Politik und Wirtschaft sehen in einer längeren Lebensarbeitszeit eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. Viele der Mitarbeiter möchten auch gern über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus weiterarbeiten. Zwei Studien fanden nun heraus, dass die Gruppe der über 50-Jährigen oft hoch motiviert sei, aber nur wenige Möglichkeiten sehe, sich in ihren Unternehmen oder außerhalb weiterentwickeln zu können. Über die Ergebnisse der Studien der Marktforschungsinstitute Valid Research und Ipsos berichtet die „WirtschaftsWoche“.

Demnach fanden die Forscher von Valid Reserch in der „EY Jobstudie 2015“ heraus, dass lediglich 26 Prozent der unter 20-Jährigen sowie 32 Prozent der Altersgruppe zwischen 21 bis 30 Jahre „hochmotiviert“ zur Arbeit ginge. In der Gruppe älter als 61 Jahre waren es hingegen 40 Prozent, fasst das Magazin zusammen. Wie die „WirtschaftsWoche“ weiter schreibt, gaben durchschnittlich 34 Prozent der Befragten älter als 60 Jahre an, „hochmotiviert“ zu sein, weitere 50 Prozent waren immerhin „motiviert“. Für die Erhebung wurden 2.212 Arbeitnehmer in Deutschland befragt.

Die Ergebnisse werden gestützt im Edenred-Ipsos-Barometer „Wohlbefinden und Motivation am Arbeitsplatz“ des Meinungsforschungsinstituts Ipsos. Hierzu befragte das Institut 13.600 Arbeitnehmer aus 14 Ländern, darunter 800 aus Deutschland. Wie die „WirtschaftsWoche“ schreibt, seien nur 38 Prozent der über 55-jährigen deutschen Mitarbeiter „motiviert, sehen aber weniger Entwicklungschancen in ihrem Job“. Bei der Gruppe der 45- bis 55-Jährigen gaben 55 Prozent an, „sich in ihrem Unternehmen oder auch außerhalb weiterentwickeln zu können“. Damit liege Deutschland im europäischen Vergleich im hinteren Mittelfeld, heißt es dazu in der Studie des Ipsos-Instituts. Polen biete demnach mit 78 Prozent die meisten Möglichkeiten für ältere Arbeitnehmer auf Weiterentwicklung.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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