Markit-Institut: Leichter Aufschwung für die deutsche Industrie

Im April wurde im verarbeitenden Sektor in Deutschland eine leichte Zunahme der Geschäfte verzeichnet. Dies geht aus dem Einkaufsmanager-Index des Forschungsinstituts Markit in Kooperation mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik hervor, der um 1,1 Punkte auf 51,8 Zähler stieg. Der Agentur „Reuters“ zufolge werde bereits ab 50 Punkten ein Anzug der Konjunktur signalisiert. Gleichzeitig erhöhten sich die Beschäftigtenzahlen in der deutschen Industrie.

„Auch wenn die heutigen Daten ein Lichtblick sind, fährt die deutsche Industrie zu Beginn des zweiten Quartals weiter mit angezogener Handbremse. Der Hauptindex kletterte zwar auf ein 3-Monatshoch, startete aber auf niedrigem Niveau, da das Wachstum insgesamt nur mäßig ausfiel“, kommentiert Markit-Ökonom Oliver Kolodseike die Ergebnisse der Umfrage unter rund 500 deutschen Industrieunternehmen. Insbesondere die Auftragseingänge aus China, Südeuropa und den USA führten zu dem leichten konjunkturellen Aufschwung, und der Produktionssteigerung im Industriesektor. Damit „wächst  die  Produktion  in  der deutschen Industrie“ nun seit fast drei Jahren „ununterbrochen“, heißt es in der Pressemitteilung von Markit. Der Großteil der Herstellung erfolgte im Konsum- und Investitionsgüterbereich.

Im monatlichen Konjunkturbericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ werden die Werte für den Industriesektor bestätigt. Wie aus dem Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts hervorgeht, liegt der Index für die Industrie demnach „deutlich über dem langfristigen Durchschnitt“. Angesichts der gedämpften Erwartungen für die Weltwirtschaft sowie des drohenden Austritts Großbritannien aus der Europäischen Union (EU) warnen deutsche Wirtschaftsvertreter jedoch vor zu viel Optimismus.

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