Krim-Krise: Stimmung in der deutschen Wirtschaft wird schlechter

Der Konflikt zwischen Russland und dem Westen um die Ukraine hinterlässt Spuren auch in der deutschen Wirtschaft: Die Stimmung verschlechtert sich, nach kontinuierlichen Anstiegen in den Vormonaten ist der vom Münchner Ifo-Institut herausgegebene Ifo-Geschäftsklimaindex im März um 0,6 auf 110,7 Punkte nach unten gegangen. Dies berichten das „Handelsblatt“ sowie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) übereinstimmend in ihren heutigen Ausgaben.  Beide Zeitungen zitieren den Ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn. „Die Ereignisse auf der Krim zeigen ihre Wirkung“, bilanziert Sinn die Situation im „Handelsblatt“.  „Die Unternehmen blicken deutlich weniger zuversichtlich auf den weiteren Geschäftsverlauf“, sagt der Wirtschaftsexperte ergänzend in der FAZ. Das Ifo-Institut führt für die Geschäftsklimaindex-Berechnung monatlich eine Befragung unter 7000 Firmen aus den Bereichen Industrie, Bauwirtschaft und Handel durch.

Die FAZ lässt in ihrem Artikel noch andere Experten zu Wort kommen: Der Ökonom Carsten Brzeski beurteilt die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Zeitung weiterhin als „eindrucksvoll gut“, die deutsche Wirtschaft würde an Schwung gewinnen. Unter anderem die Krim-Krise würde aber dennoch einen „erheblichen Schatten über die Wachstumsaussichten werfen“.  Jörg Zeuner von der KfW-Bankengruppe erwartet laut FAZ keinen starken und vor allem nachhaltigen wirtschaftlichen Rückgang in Deutschland. „Ohne umfassende Wirtschaftssanktionen gegen Russland bleibt der Rückgang vorübergehend, und die deutsche Wirtschaft wächst um rund 2 Prozent in diesem Jahr, solange das geld- und währungspolitische Umfeld stabil bleibt“, sagt Zeuner in der FAZ.

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