Konrad-Adenauer-Stiftung: Mittelschicht verfügt über fast 70 Prozent des privaten Nettovermögens

Der deutschen Mittelschicht geht es besser als gedacht, und sie zeigt sich gegenüber allen Krisen in Deutschland erstaunlich stabil. Das geht aus einer aktuellen Vermögensstudie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) hervor, wonach die mittleren Einkommensschichten in Deutschland über „knapp 70 Prozent des gesamten privaten Nettovermögens in Deutschland“ verfügen, berichtet „Die Welt“. Damit widerlege die Studie „die These von der wachsenden Ungleichverteilung“, schreibt die Zeitung.

Zur Mitte der Gesellschaft werden in der KAS-Untersuchung „alle Privatpersonen, deren Nettoeinkommen zwischen 60 und 200 Prozent des mittleren Einkommens (1639 Euro im Monat pro Kopf) liegen“, gezählt, der 78 Prozent der Deutschen angehören. Nachdem der Anteil zwischen 1999 und 2006 „stetig von 83 Prozent auf 77 Prozent gesunken war“, sei die Zahl seit 2007 jedoch „stabil“. „Damals hatten steigende Arbeitslosigkeit, zunehmende Lohnspreizung und die Senkung des Spitzensteuersatzes die Einkommensschere auseinandergehen lassen“, schreibt „Die Welt“ dazu. Nachdem in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen einer Beschäftigung nachgingen, habe sich die „Mittelschicht aber wieder leicht vergrößert“. Nach Angaben der Zeitung verfügt damit „die breite Mitte über das Gros der Kaufkraft“, die Oberschicht über ein Fünftel und die niedrigeren Einkommensschichten über etwa fünf Prozent.

Allerdings sei das Vermögen in Deutschland unterschiedlich stark verteilt. Laut „Welt“ besitzen die „reichsten zehn Prozent mehr als die Hälfte des gesamten privaten Nettovermögens“, die ärmere Hälfte verfügt jedoch über „gar keine nennenswerten Vermögenswerte“. Derzeit entfallen 68 Prozent des gesamten privaten Nettovermögens auf die Mittelschicht, wie aus dem Sozioökonomischen Panel des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht. Nachdem zuletzt ein Rückgang des Vermögens der oberen Schicht um etwa drei Prozent erfasst wurde, könne „von einer krisenbedingten Umverteilung von der Mitte nach oben zumindest bislang keine Rede“ sein, schreibt die Zeitung weiter und beruft sich dabei auf KAS-Studienautor und Ökonom Christian Arndt. Demnach habe sich der Vermögensanteil der Mitte im Vergleich zur Oberschicht vergrößert, selbst wenn zur Mittelschicht lediglich die Bevölkerung, „die zwischen 150 Prozent und 70 Prozent des mittleren Einkommens verfügt“, gezählt würde.

Wie „Die Welt“ weiter berichtet, reduzierte sich das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen in allen Bevölkerungsschichten zwischen 2002 und 2012 preisbereinigt „um elf Prozent von rund 94.000 auf gut 83.000 Euro“. Die Oberschicht musste sogar einen Werteverfall ihres Vermögens um 16 Prozent hinnehmen, während die Mitte lediglich in den Jahren 2002 bis 2007 Einbußen verzeichnete. Seitdem entwickelte sich das Vermögen der Mittelschicht nahezu konstant. „Interessanterweise sind es damit gerade die Nettovermögen der mittleren Einkommensschicht, die – auch bei Berücksichtigung von Preisentwicklungen – stabil durch den bisherigen Krisenverlauf gekommen sind“, zitiert die Zeitung aus der Studie. Das Nettovermögen der Mittelschicht liegt demnach bei 73.000 Euro pro Kopf, die acht Prozent der Oberschicht „besitzen im Schnitt fast das Vierfache, während das durchschnittliche Vermögen der unteren Einkommensschicht lediglich ein Fünftel des Vermögens der Mittelschicht beträgt“, heißt es weiter. Der größte Teil des Besitzes der Mitte entfällt dabei auf Immobilien, gefolgt von Geldanlagen und Wertpapieren sowie Betriebsvermögen.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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