Kieler Institut für Weltwirtschaft erwartet für die nächsten fünf Jahre Hochkonjunktur in Deutschland

Die Zahl der Erwerbstätigen und die Löhne werden steigen, das Bruttoinlandsprodukt wird um durchschnittlich zwei Prozent zunehmen und die Normalauslastung wird sich um 1,4 Prozent erhöhen – dies prognostiziert das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) der deutschen Wirtschaft für die kommenden fünf Jahre in seiner Mittelfristprojektion.

„Bei derzeit in etwa normal ausgelasteten Kapazitäten tritt Deutschland damit den Weg in die Hochkonjunktur an“, schreibt das Institut dazu auf seiner Website. Die höchste Überauslastung, die zuletzt nach der Wiedervereinigung erzielt wurde, werde Deutschland schließlich im Jahr 2020 erreichen. Die hohe Beschäftigungszahl führe dazu, dass die Arbeitslosigkeit auf einen Wert von 4,4 Prozent zurückgehe. Aufgrund zunehmender Anspannungen auf dem Arbeitsmarkt würden schließlich auch die Löhne steigen. „Der Lohnanstieg wird sich zunehmend beschleunigen und bis 2020 mit über 4 Prozent jährlich so stark steigen wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr“, teilt das IfW weiter mit. Nach Einschätzung der Forscher werden sich auch die Investitionen weiter günstig entwickeln, was ein durchschnittlich jährliches Wachstum von etwa zwei Prozent bis 2020 zur Folge haben soll.

Gleichzeitig warnt der Leiter des IfW-Prognosezentrums, Prof. Stefan Kooths, vor allzu großen Erwartungen: „Auch wenn wir für die kommenden fünf Jahre noch keinen scharfen Konjunktureinbruch erwarten, so ist gleichwohl sicher, dass eine solche Boomphase nicht nachhaltig ist“. Weiter erklärt Kooths: „Sofern die Hochkonjunktur nicht schon vorher durch von außen wirkende Kräfte – etwa eine abermalige Zuspitzung der Krise im Euroraum – unterbrochen wird, so wird sie spätestens dann zum Ende kommen, wenn sich die Verzerrungen, zu denen die ausgesprochen niedrigen Zinsen sowie die kräftigen Einkommenszuwächse in den vermeintlich ‚guten Jahren‘ verleiten, als solche offenbar werden“.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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