KAS-Studie: Bildungsstandards in Deutschland sind gesunken – Unternehmen beklagen Abbruchquoten

Sinkende Bildungsstandards haben dazu geführt, dass Studenten und Azubis immer weniger Kernkompetenzen bei Studiums- und Ausbildungsbeginn aufweisen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in der Studie „Ausbildungsreife und Studierfähigkeit“, über die „Die Welt“ berichtet. Immer mehr Betriebe müssten mittlerweile Defizite ausbessern und nachqualifizieren. Gleichzeitig brechen immer mehr junge Menschen Studium oder Ausbildung ab.

„Trotz gestiegener guter Schulabschüsse steigt die Anzahl der jungen Menschen, die gleich zu Beginn einer Berufsqualifikation in Unternehmen oder Hörsälen mit fehlenden Grundlagenkompetenzen hinsichtlich Sprache und Mathematik zu kämpfen haben“, stellen die Studienautoren fest. Die Folge ist, dass fast jeder dritte IHK-Betrieb und viele Hochschulen mittlerweile „nachholenden Schulunterricht“ beispielsweise in Schreibberatung, Texterfassung und -verständnis oder Mathematik erteilten, schreibt „Die Welt“. Trotz dieser zusätzlichen Maßnahmen, sei die Zahl derjenigen, die Studium oder Ausbildung abbrechen, „erschreckend hoch“. Den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zufolge, auf die sich die Zeitung bezieht, erfolgten die meisten Abbrüche in den Fächern Mathematik und den Naturwissenschaften, „wo fast jeder Dritte aufgibt“. Ein Viertel der Studenten führt ein ingenieurswissenschaftliches Studium nicht zu einem Abschluss. So habe sich eine „‘Kultur des Durchwinkens‘ von der Grundschule über das Gymnasium bis zur Universität etabliert“, deren Folgen sich beim Berufseintritt zeigten, kritisieren die Studienautoren. Sie fordern der „Welt“ zufolge „neue und verbindliche Mindeststandards“.

Auswirkungen haben die hohen Abbruchquoten der Studierenden und Auszubildenden vor allem auf den ohnehin schon vorhandenen Personalmangel in den sogenannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Laut des Berufsbildungsberichtes der Bundesregierung für das vergangene Jahr stieg die Zahl der Azubis, die ihre Ausbildung abbrechen, auf mehr als 25 Prozent. „Im Handwerk beträgt die Abbruchquote gar knapp 34 Prozent, gefolgt von der Hauswirtschaft mit 28 Prozent“, heißt es weiter in der „Welt“. Nur im Öffentlichen Dienst liegt die Quote bei lediglich sechs Prozent.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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