IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland und für die Weltwirtschaft

Das globale Wirtschaftswachstum soll in diesem Jahr nur noch um 3,2 Prozent und 2017 um 3,5 Prozent zulegen. Nach 2017 sei zudem mit einer deutlich abgeschwächten Entwicklung zu rechnen. Zu diesen Ergebnissen kommt der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner jüngsten Konjunkturprognose. Damit gingen die Erwartungen der Organisation innerhalb weniger Monate zum zweiten Mal in Folge zurück.

Auch für Deutschland schraubt der IWF seine Prognose zurück. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wird den IWF-Ökonomen zufolge in diesem Jahr lediglich um 1,5 Prozent und 2017 um 1,6 Prozent steigen. Bisherige Erwartungen vom Januar wurden damit um 0,2 Punkte für 2016 und um 0,1 Punkte für das kommende Jahr gesenkt. Gleiches gilt für die Eurozone, die in diesem Jahr ebenfalls nur ein Plus von 1,5 Prozent erwirtschaften werde, heißt es bei der Nachrichtenagentur „Reuters“. Dem „Fokus“ zufolge lässt sich die verhaltende Prognose für den Euroraum „auf schwache Investitionen und eine hohe Arbeitslosigkeit“ zurückführen. Auch ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) führt dem IWF zufolge zu „Unwägbarkeiten“, die „wirtschaftliche Folgen haben können“.

Für den weltweiten Rückgang der Entwicklung macht der IWF gleichzeitig die konjunkturelle Schwäche in vielen Staaten, die Terrorismusgefahr und die Flüchtlingsströme verantwortlich. Laut „Reuters“ gingen außerdem Unsicherheiten „von etwaigen massiven Schwankungen bei den Wechselkursen aus, von einer verbreiteten Investitionszurückhaltung, von Öl- und anderen Rohstoffpreisen sowie der Entwicklung in China“. Trotz der rückläufigen Entwicklungen in China tragen die Entwicklungs- und Schwellenländer den größten Anteil am weltweiten Wachstum, heißt es in der IWF-Prognose. Am schlechtesten unter den Industrieländern stufte der IWF Japan ein, wo nur noch mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,5 Prozent gerechnet wird. Aber auch einstige „Hoffnungsträger“ wie Russland und Brasilien haben wegen gesunkener Ölpreise mit einer „Verschärfung der Rezession“ zu kämpfen, die die wirtschaftliche Entwicklung sowohl in Russland (-1,8 Prozent in 2016) als auch in Brasilien (-0,5 Prozent) schrumpfen lässt. Wie IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld zusammenfasst, setzt sich der globale Aufschwung zwar weiterhin fort, „aber mit einem immer weiter nachlassenden Tempo und immer fragiler“. Der IWF fordert daher ein schnelles Umdenken der Politik, die der „Welt“ zufolge für die Stabilität der Finanzmärkte sorgen und neue „Konjunkturpakete schnüren“ müsse.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Willkommen in unserem Social Media Room

Wir sind für Sie auch auf den Social Media Kanälen unterwegs, damit Sie schnell und bestens über unsere Themen informiert sind.

Ob Twitter, YouTube oder Xing – unsere Social Media Profile bieten ausreichend Raum, um Themen zu vertiefen, sich auszutauschen, für Informationen, tagesaktuelle Reaktionen und Inspiration. Wir wünschen Ihnen anregende Unterhaltung und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail schreiben

XING

Folgen Sie unserem Xing-Profil: Dort informieren wir über unsere Veranstaltungen, Seminare und das Neueste aus der Verbandsarbeit der Personaldienstleister.

Zum XING Profil