IW-Studie: Jedes zweite digitalisierte Unternehmen will Mitarbeiter einstellen

Viele „Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad“ planen, in den kommenden fünf Jahren zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Demnach wollen 44 Prozent der Unternehmen den Anteil an qualifizierten Fachkräften und Akademikern erhöhen, berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln).

Nach Angaben der Zeitung beruht die Studie auf einer Umfrage unter den Personalchefs von 1.400 Unternehmen. Diese teilte das Institut nach Höhe ihres Digitalisierungsgrads ein, wonach fast jedes zweite „der am stärksten digitalisierten Unternehmen“ künftig weitere Mitarbeiter beschäftigen möchte. Ein Drittel der befragten Betriebe plane zudem, „innerhalb eines Jahres mehr Mitarbeiter einzustellen“. Auch wolle ein Großteil der Firmen in den kommenden fünf Jahren „eher neue Arbeitsplätze schaffen als abbauen“, zitiert die Zeitung aus der IW-Studie. Insbesondere profitierten davon „Fachkräfte mit einer abgeschlossenen beruflichen Aus- oder Fortbildung sowie Akademiker“, sagte IW-Studienautorin Andrea Hammermann der „Rheinischen Post“. Ungelernte und Geringqualifizierte hätten hingegen geringere Jobchancen. Nach Angaben der Zeitung träfe dies vornehmlich auf Unternehmen zu, die ihre „Kosten durch computergestützte Automatisierung senken wollten“. Allerdings erwarten nur etwa neun bis zwölf Prozent der befragten Unternehmen, dass in Zukunft weniger An- und Ungelernte benötigt werden.

Die IW-Forscher widerlegen mit der Studie die Befürchtung, dass mit zunehmender Digitalisierung Arbeitsplätze vernichtet werden. So kamen die Forscher zu dem Ergebnis, „dass nur jedes zehnte Unternehmen, das digital stark aufgestellt ist, kurzfristig Jobs abbauen will", wird Hammermann in der „Rheinischen Post“ zitiert. Digitalisierte Unternehmen wollen demnach genauso viele neue Mitarbeiter einstellen wie andere Unternehmen auch.

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