IW-Konjunkturumfrage: Firmen sind weniger optimistisch

Die Zuversicht der deutschen Unternehmen für 2015 hat sich deutlich eingetrübt. Bei Investitionen und Neueinstellungen wollen sich viele Firmen stärker zurückhalten als im Frühjahr 2014. Diese Ergebnisse gehen aus der gestern veröffentlichten „Konjunkturumfrage Herbst“ des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor.

Den schwindenden Optimismus der Unternehmen führt das IW zurück auf die Regulierungen im Inland, die konjunkturelle Krise im Euroraum und den Russland-Ukraine-Konflikt. 31 Prozent der 2.900 befragten Unternehmen erwarten für das kommende Jahr ein Produktionsplus, im Frühjahr waren es noch 53 Prozent für das laufende Jahr. Der zunehmende Pessimismus zeigt sich auch in der Personalplanung: Im Frühjahr wollten noch 38 Prozent der Unternehmen neue Stellen schaffen. Mittlerweile liegt der Anteil der Firmen, die mit neuen Mitarbeitern rechnen, nur noch bei 24 Prozent. 22 Prozent der befragten Unternehmen gehen sogar von einem Personalabbau aus. Die IW-Forscher begründen die Zurückhaltung bei Neueinstellungen auch mit der stärkeren Regulierung der Zeitarbeit – denn dadurch seien Unternehmen weniger flexibel.

„In den vergangenen zwölf Monaten hat sich in Deutschland einiges zu Lasten der Betriebe entwickelt“, sagt IW-Direktor Michael Hüther und nennt als Beispiele die Rente mit 63 und den Mindestlohn. Angesichts der schwachen Konjunktur warnt er die Politik davor, die deutsche Wirtschaft zusätzlich zu belasten.

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