IW-Konjunkturprognose: Moderates Wirtschaftswachstum und steigende Erwerbszahlen in 2016

Die deutsche Wirtschaft wird 2016 um lediglich 1,5 Prozent wachsen. Dies sagt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in seiner Konjunkturprognose für das kommende Jahr vorher. Auch bei den etwa 3.000 vom Institut befragten Unternehmen sind die Erwartungen angesichts der wirtschaftlichen Lage in den Schwellenländern und steigender Zuwanderungszahlen weniger groß als im Vorjahr.

So rechnen 38 Prozent der befragten Unternehmen, mit einem „positiven Geschäftstrend“, während „gut 14 Prozent dagegen von einer Verschlechterung“ ausgehen, heißt es in einer Pressemitteilung des IW Köln. Insbesondere in den Branchen Industrie und Bauwirtschaft wird von sinkenden Produktionszahlen ausgegangen. Nur gut 26 Prozent der Unternehmen – sechs Prozent weniger als im Frühjahr 2015 – erwarten, dass die Exporte steigen werden. Grund für den verhaltenen Optimismus sei der Rückgang der Wirtschaftsleistung in wichtigen Schwellenländern wie China, Brasilien oder Russland. Folglich werden „die realen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen 2016 nur um 3¼ Prozent steigen“, schreibt das IW dazu. Außerdem prognostizieren 35 Prozent der Befragten eine Erhöhung der Investitionen, womit der Vorjahreswert von 2015 jedoch nur um drei Prozent übertroffen werde.

In Hinblick auf den Arbeitsmarkt zeigen sich die Unternehmen hingegen „recht zuversichtlich“, teilt das IW mit. Rund 28 Prozent der Befragten gehen davon aus, mehr Mitarbeiter einzustellen, 17 Prozent rechnen jedoch mit sinkenden Mitarbeiterzahlen. Laut IW-Prognose steigt die Erwerbstätigenzahl „auf den neuen Rekordwert von 43,25 Millionen“ während aber gleichzeitig die Zahl der Arbeitslosen um etwa 120.000 Personen auf eine Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent zunehmen wird. Trotz des anhaltenden Flüchtlingszustroms bleibe insgesamt „die Erwerbslosigkeit aber auf einem niedrigen Niveau“, heißt es beim IW. Angesichts dieser Aussichten fordert das Institut die Politik auf, auch weiterhin Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt zu gewährleisten. IW-Direktor Michael Hüther bekräftigt: „Wenn die Politik Zeitarbeit und Werkverträge wie geplant einschränkt, können Unternehmen kaum auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren. Dann bleiben positive Beschäftigungseffekte aus“.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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