IW Köln: Stellenbesetzungen in Unternehmen werden schwieriger

78 Prozent der 20- bis 64-Jährigen in Deutschland sind erwerbstätig. Aufgrund dieser guten Arbeitsmarktlage wird es für Unternehmen jedoch immer schwieriger, offene Positionen effektiv und „passgenau“ zu besetzen, da oft geeignetes Personal fehlt.  Personaler müssen nicht nur längere Zeit für die Suche einplanen, auch die Wege, wie Unternehmen Mitarbeiter finden, differieren. Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in einer aktuellen Erhebung.

„Im Jahr 2010 benötigten Unternehmen in Deutschland im Schnitt rund 70 Tage, um einen Arbeitsplatz neu zu besetzen – 2015 waren es bereits 85 Tage“, heißt es beim IW Köln. Wie das Institut schreibt, haben sich die meisten Unternehmen bereits auf die neuen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt eingestellt. Die aufgewandte Zeit zwischen Suchbeginn und tatsächlichem Eintrittstermin des neuen Mitarbeiters variiert jedoch stark in den unterschiedlichen Berufsgruppen. „Dabei ist die Suche in der Regel umso langwieriger, je höher die geforderte Qualifikation ist“, so das IW Köln. Während Unternehmen 2015 bei der Suche nach Akademikern meist 107 Tage benötigten, konnten Stellen für Ungelernte im Schnitt nach 53 Tagen besetzt werden.

Angesichts der angespannten Bewerbersituation greifen Unternehmen vermehrt auf neue „Findwege“ zurück. Dem IW Köln zufolge haben Unternehmen 2015 von jeweils 100 Neueinstellungen 29 Prozent „über Empfehlungen eigener Beschäftigter oder persönliche Kontakte gefunden“ - mit einer Erfolgsquote von 58 Prozent. Vor allem kleine Unternehmen nutzen „persönliche Netzwerke“ zur Mitarbeitergewinnung. „Ähnlich erfolgsträchtig ist nur noch der Weg, freie Stellen im Unternehmen mit Praktikanten, Auszubildenden oder Zeitarbeitern zu besetzen“, erklärt das Institut weiter. Von Vorteil hierbei sei vor allem, dass Potenziale und Kompetenzen dieser Mitarbeiter bereits bekannt seien. 2015 wurden jedoch nur drei Prozent der Stellen über diesen Weg besetzt. Eine „Nebenrolle“ nimmt neben der privaten Arbeitsvermittlung die Suche über soziale Netzwerke ein, über die im vergangenen Jahr lediglich ein Prozent der Stellen vergeben wurden. Als „besonders geeignet“ bei der Personalsuche erweise sich daher „eine durchdachte Verknüpfung von persönlichen Kontakten, Inseraten und Jobbörsen im Internet“, heißt es abschließend.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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