IW Köln: Jedes dritte deutsche Unternehmen ermöglicht Homeoffice

Noch immer sind die Vorurteile gegenüber der Arbeit von zu Hause aus – dem sogenannten Homeoffice – groß: Angestellte kämen ihren Anforderungen nur ungenügend nach, seien nicht erreichbar oder arbeiteten isoliert von ihrem Team. Dennoch ermöglicht mittlerweile ein Drittel der Betriebe seinen Angestellten, die Arbeitsform zu nutzen. Bei den Großbetrieben ist es bislang immerhin jedes zweite Unternehmen. Aber nicht in jeder Branche ist es möglich, den Arbeitsplatz in die eigenen vier Wände zu verlegen. Zu diesen Ergebnissen auf Basis einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln).

Wie das Institut schreibt, wünschen sich „40 Prozent der Angestellten, die bislang noch nicht von zu Hause aus arbeiten“, künftig die Möglichkeit dazu. Weitere 31 Prozent sprachen sich für eine „gelegentliche“ Nutzung der Arbeitsform aus und acht Prozent möchten die Möglichkeit dazu sogar „regelmäßig“ erhalten. Die Vorteile des Homeoffice liegen aus Sicht der Beschäftigten auf der Hand: „Weniger Fahrzeit, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie die Möglichkeiten, manche Tätigkeiten effizienter erledigen zu können und eine höhere Wochenarbeitszeit zu erzielen“, heißt es beim IW Köln. Außerdem wiesen „Homeofficer“ den IW-Forschern zufolge eine größere Zufriedenheit und Verbundenheit mit ihrem Unternehmen auf. Als nachteilig erachten Angestellte aber, dass beim Homeoffice keine einheitliche Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit erfolge. Ein Fünftel befürchtet demnach, „dass aufgrund von Homeoffice der Kontakt mit Kollegen schlechter sei, und einige wenige – nämlich 4 Prozent – sagen, dass Vorgesetzte ihre Leistung nicht angemessen wahrnehmen“.

Unterschiede existieren jedoch in den einzelnen Branchen, wie das BMAS anhand der Befragung von 248 Personalverantwortlichen in Unternehmen mit Homeoffice-Angebot ermittelt hat. So hätten Angestellte deutlich bessere Chancen auf Homeoffice als Arbeiter. Die Arbeitsform dominiert besonders häufig in der Dienstleistungsbranche, wo 64 Prozent der Führungskräfte und 20 Prozent der Angestellten im Jahr 2014 Homeoffice praktizierten. Im Verarbeitenden Gewerbe sind es immerhin noch 41 Prozent der Führungskräfte und 15 Prozent der Angestellten. 

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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