IW Köln: Große regionale Unterschiede bei Organisationsgrad der DGB-Gewerkschaften

Zwischen den einzelnen Bundesländern, aber auch zwischen Osten und Westen Deutschlands, bestehen erhebliche Unterschiede hinsichtlich des Organisationsgrades der DGB-Gewerkschaften, also des prozentualen Anteils aller Gewerkschaftsmitglieder an den Arbeitnehmern. Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in einer aktuellen Erhebung, in der die Mitgliederzahlen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nach Regionen untersucht werden.

Der vom IW Köln ermittelte Brutto-Organisationsgrad betrug im Westen (ohne Berlin)  insgesamt 16,2 Prozent, im Osten nur 14,6 Prozent. Bundesweit lag er bei 15,9 Prozent. „Im Unterschied zum Netto-Organisationsgrad enthält der Brutto-Organisationsgrad auch Nicht-Erwerbstätige Gewerkschaftsmitglieder (Rentner, Studenten oder Arbeitslose)“, erläutert das Institut. Bei Betrachtung der einzelnen Bundesländer weisen Bremen und das Saarland mit 25 und 28 Prozent den höchsten Organisationsgrad auf, während in Mecklenburg-Vorpommern und in Bayern nur 12 bis 13 Prozent der Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert sind. “ Von den östlichen Bundesländern liegt Sachsen-Anhalt […] um 0,7 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt und Sachsen liegt mit 15,4 Prozent vor Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Das bevölkerungsreichste Bundesland – Nordrhein-Westfalen – liegt 2 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt“, heißt es auf der Website der IW Köln.

Auch hinsichtlich des Geschlechts bestehen große Unterschiede: So ist der Anteil der Frauen im Osten mit 42,7,2 Prozent deutlich größer als im Westen mit 31,2 Prozent. Spitzenreiter ist Berlin mit 44,7 Prozent Frauenanteil, gefolgt von Sachsen-Anhalt (43,7 Prozent) und Brandenburg (43,3 Prozent). Das Schlusslicht bildet das Saarland mit 25,9 Prozent. Den bundesweiten Frauenanteil an den acht DGB-Gewerkschaften beziffert das Institut mit rund ein Drittel.

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Doris Droste
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