IW Köln: Bildungsniveau der Deutschen kontinuierlich gestiegen – Arbeitslosenrisiko für Geringqualifizierte am höchsten

Der Bildungsstand der Bundesbürger in Deutschland steigt weiter an. Zwischen 1996 und 2014 verdoppelte sich der Anteil der 15- bis 64-jährigen Deutschen, die über einen Hochschulabschluss verfügten, auf fast 17 Prozent. Auch bei den Absolventen einer Fachschule legte der Anteil in diesem Zeitraum um fast ein Viertel zu, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in einer aktuellen Erhebung ermittelte. Außerdem weist das Institut erneut darauf hin: „Je höher die Qualifikation, desto geringer das Risiko, arbeitslos zu werden.“

Seit 1996 verringerte sich dagegen die Zahl der Bundesbürger, die keinen  Berufsabschluss haben, auf mittlerweile nur rund 14 Prozent – vor zwanzig Jahren lag der Anteil noch bei fast 16 Prozent und überstieg im Jahr 2005 sogar auch diesen Wert. Das IW Köln schränkt angesichts der ausgewerteten Daten jedoch ein, dass die Auskunft zum Bildungsabschluss bis 2004 freiwillig war. Daher geht das Institut davon aus, dass „die Gruppen mit geringen oder mittleren Bildungsabschlüssen (…) häufiger als andere keine Angaben gemacht“ haben. Da seit 2005 die Angaben allerdings verpflichtend sind, kommt das IW Köln nach Auswertung der Daten zu dem Ergebnis, dass die Anzahl der Deutschen ohne beruflichen Abschluss „weiterhin kontinuierlich gesunken“ sei.  

Gleichzeitig macht das Institut darauf aufmerksam, dass Deutsche ohne Berufsabschluss das höchste Risiko aufweisen, erwerbslos zu werden. Die Arbeitslosenquote dieser Gruppe lag den Angaben zufolge im Jahr 2014 bei  10,1 Prozent. Bei Absolventen einer Fachschule, zu denen das IW Köln neben Meistern, Technikern oder Fachwirten auch Auszubildende im Gesundheits- und Sozialwesen und Erzieher zählt, war die Quote mit 2,2 Prozent dagegen am geringsten. Die Gruppe der Meister, Techniker und Fachwirte allein betrachtet weist sogar eine noch geringe Erwerbslosenquote von 1,7 Prozent auf. Auch bei den Hochschulabsolventen waren 2014 nur etwa 2,6 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen waren. „Folglich herrscht in jenen Berufen, die eine hohe Qualifikation voraussetzen, praktisch Vollbeschäftigung“, fasst das Institut zusammen.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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