Industrie und verarbeitendes Gewerbe mit starkem Auftragsplus

Die deutsche Industrie hat zum Jahresende das größte Auftragsplus seit Juli letzten Jahres eingefahren. Außerdem sammelten die Betriebe so viele Bestellungen ein wie seit April 2008 nicht mehr, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Gleichzeitig meldete das Statistische Bundesamt für Dezember 2014 ein sattes Plus um 4,3 Prozent zum Vormonat beim preisbereinigten Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

Mit Blick auf die positive Entwicklung in der deutschen Industrie sagte Unicredit-Experte Andreas Rees: „Es kann jetzt keinen Zweifel mehr geben. Der Aufschwung ist da“. Das Neugeschäft legte im Dezember um 4,2 Prozent zu und damit fast dreimal so stark wie von Experten erwartet. Die Industrie hat nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministeriums und von Ökonomen damit ihre Schwächephase überwunden. „Im gesamten vierten Quartal zogen die Aufträge um 1,8 Prozent zum Sommer an. Vor allem die Auto-Branche trug mit einem kräftigen Plus von acht Prozent dazu bei“, wie das Ministerium betonte.

Im November 2014 waren die Aufträge noch um 2,4 Prozent gesunken. Im Dezember sorgten sowohl das Exportgeschäft (plus 4,8 Prozent) als auch die Binnenkonjunktur (plus 3,4 Prozent) für spürbar mehr Nachfrage. „Die deutsche Wirtschaft beginnt, auf beiden Zylindern zu laufen“, sagte Rees. Vor allem die Nachfrage nach Maschinen, Anlagen und anderen Investitionsgütern 'Made in Germany' habe kräftig um 5,7 Prozent zugelegt. Aus der Euro-Zone gebe es hier sogar den zweiten Monat in Folge ein Auftragsplus von mehr als neun Prozent. „Einige Länder scheinen wieder mehr investieren zu wollen“, sagte BayernLB-Expertin Christiane von Berg gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Zuletzt hatte sich auch das Ifo-Geschäftsklima zum dritten Mal in Folge aufgehellt, was als Beleg für eine konjunkturelle Wende zum Besseren gilt. Das Bundeswirtschaftsministerium betonte, die jüngsten Daten signalisierten deutlich, „dass die Schwächephase des letzten Jahres überwunden wurde und die Konjunktur zunehmend an Dynamik gewinnt“. Rees und Berg gehen davon aus, dass die Wirtschaft im ersten Quartal um 0,4 Prozent wachsen dürfte, berichtet Reuters. Ende 2014 hatte das Bruttoinlandsprodukt nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes um rund 0,25 Prozent zugelegt.

Laut Nachrichtenagentur Reuters erwartet auch die Commerzbank, dass die positive Entwicklung anhalten wird. „Die deutsche Wirtschaft dürfte in den kommenden Quartalen wohl noch einen Gang zulegen“, sagte Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen. „Die Stagnation im Sommerhalbjahr war nur eine Schwächephase, die nun dank des schwächeren Euro und des billigeren Öls überwunden wird.“

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Doris Droste
Doris Droste
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