Immer mehr Deutsche haben einen Zweitjob

Immer mehr Menschen in Deutschland üben neben ihrem Hauptberuf noch einen Nebenjob aus. Dies berichten verschiedene Medien wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) oder die Internetplattform „Focus.de“  aktuell. Erstmals hat laut Angaben die Zahl der Hinzuverdiener im vergangenen Jahr 2013 die Marke von drei Millionen überschritten – ein Rekordwert. Die FAZ und „Focus.de“ berufen sich hinsichtlich ihrer Daten auf Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit. Für das aktuelle Jahr 2014, so heißt es weiter, würden die IAB-Experten abermals einen Nebenjob-Anstieg prognostizieren. 

„Mit rund 2,6 Millionen entfällt der Großteil der Nebentätigkeiten auf geringfügige Tätigkeiten, die sogenannten Minijobs“, schreibt die FAZ. „Diese sind für die Erwerbstätigen bis zu einer Grenze von 450 Euro im Monat steuer- und abgabenbefreit.“ Finanzielle Not der Arbeitnehmer sei aber nicht das Hauptmotiv für den Minijob-Trend. Der FAZ-Artikel zitiert den IAB-Arbeitsmarktökonom Enzo Weber: In Einzelfällen seien „finanzielle Gründe für die Aufnahme eines Nebenverdienstes ausschlaggebend“, so Weber, die Mehrheit mache dies aber nicht aus. Stattdessen spielten „gesteigerte Konsumwünsche“ bei der Aufnahme einer zweiten Erwerbstätigkeit eine große Rolle.

Die FAZ nennt gegen die These der ausschließlichen finanziellen Not auch noch die Arbeiten des Mitarbeiters des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Karl Brenke: Brenke habe gezeigt, dass sich unter den Zweitjob-Hinzuverdienern viele Akademiker und Fachkräfte befinden würden, schreibt die FAZ – „etwa Professoren oder Führungskräfte mit Beratungsmandat“.




Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück