Ifo-Institut warnt vor zu hohen Erwartungen bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Viele Institutionen sehen darin die Möglichkeit, dem Fachkräftemangel und demografischen Wandel entgegenzutreten. Das Münchener Ifo-Institut warnt allerdings vor zu viel Optimismus und prognostiziert, dass die Integration von Flüchtlingen bis zu zehn Milliarden Euro kosten wird, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet.

Allerdings sind in der errechneten Summe noch keine Bildungsmaßnahmen berücksichtigt, teilt „N-TV“ dazu mit. Viele der Zuzügler seien jedoch „nicht gut genug für den Arbeitsmarkt qualifiziert“, schreibt die FAZ. Der Anteil von Analphabeten sei hoch. Selbst die Quote der Hochschulabsolventen aus Syrien, dem entwickeltsten der Länder, aus denen die Menschen kommen, betrage nur sechs Prozent. Viele der ausländischen Abschlüsse seien auch nicht gleichwertig mit deutschen. Der Staat müsse der FAZ zufolge daher neben Sprachkursen auch die berufliche Bildung der Flüchtlinge fördern, sodass diese „so schnell wie möglich bezahlte Jobs annehmen“. Denn geschieht dies nicht, „steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering ist“, zitiert die Zeitung das Ifo-Institut. Wie es in der FAZ weiter heißt, benötigt ein Flüchtling in Schweden beispielsweise sieben bis neun Jahre, bis er ausreichend qualifiziert ist und „seinen Platz in der Wirtschaft gefunden hat“. Um den Anreiz zur schnellen Arbeitsaufnahme möglichst hoch zu halten, sprechen sich die Ifo-Wirtschaftsexperten deswegen unter anderem dagegen aus, die Hartz-IV-Regelsätze anzuheben.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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