ifo Geschäftsklimaindex: Leichte Eintrübung nach Brexit-Votum

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli etwas verschlechtert. Wie das Münchener ifo Institut bekanntgab, sank der ifo Geschäftsklimaindex um 0,4 Punkte auf einen Stand von 108,3 Zählern im Vergleich zum Vormonat. Im Juni befand sich der Frühindikator der deutschen Wirtschaft noch auf einem Zwei-Jahres-Hoch, schreibt der „Spiegel“. Verantwortlich für den Rückgang war die pessimistischere Beurteilung der Geschäftserwartungen deutscher Unternehmer. Dem Institut zufolge hat das Referendum um den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) aber bislang kaum Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft.

Die aktuelle Geschäftslage in den rund 7.000 befragten Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und des Einzelhandels hat sich dem Institut zufolge hingegen leicht verbessert. „Die deutsche Konjunktur zeigt sich widerstandsfähig“, fasste der Präsident des ifo Instituts Prof. Dr. Clemens Fuest zusammen. Die Verbesserungen zeigten sich vornehmlich im Verarbeitenden Gewerbe. In der Branche fiel der Index zwar, die Unternehmensführer zeigten sich aber „zufriedener“ mit der aktuellen Geschäftslage, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung des Instituts. Die Geschäftserwartungen der Industriefirmen für die kommenden Monate fielen im Vergleich zum Juni jedoch „weniger optimistisch“ aus. Dies gilt laut ifo Institut insbesondere für die Automobilindustrie.

Gleichzeitig verzeichnete das Institut einen Anstieg des Stimmungsbarometers im Bauhauptgewerbe, wo der „Geschäftsklimaindikator auf immer neue Rekordwerte“ klettere, und im Einzelhandel. Eine Verschlechterung des Geschäftsklimas gab es im Juli dagegen im Großhandel.

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