Ifo-Geschäftsklimaindex: Konjunkturaussichten in Deutschland „gedämpft“

Führende Wirtschaftsforscher beurteilen die wirtschaftliche Lage in Deutschland dank der guten Binnenkonjunktur als positiv, so auch der gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft vom Forschungsinstitut Markit. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes hingegen zeichnet ein etwas anderes Bild: Deutsche Unternehmensführer sehen sowohl die Wirtschaftskraft als auch die Geschäftsaussichten im Juni getrübt, berichtet das „Handelsblatt“.

Der Ifo-Index für die gewerbliche Wirtschaft, der als einer der wichtigsten Frühindikatoren gilt, sank im Juni auf 107,4 Punkte. Im Vormonat hingegen wurde der bisherige Jahreshöchststand von 108,5 Zählern erreicht. Nach drei Anstiegen in Folge sind die Konjunkturaussichten damit gedämpft, wie Hans-Werner Sinn, scheidender Präsident des Ifo-Instituts, am Mittwoch bei der Vorstellung der Erhebung mitteilte. Für die Untersuchung befragte das Institut rund 7.000 Manager. Mit den rückläufigen Werten wurden die Erwarten zum dritten Mal nicht erreicht. Das Geschäftsklima ließ nach Angaben des Instituts auf breiter Front nach. So verspreche der Ausblick auf die kommenden Monate auch keine positive Entwicklung. Nach Angaben des Instituts verringerten sich die Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe spürbar. So soll die Produktion zwar ausgedehnt werden, allerdings nicht in dem Maße wie in den vergangenen Monaten. Der Index sank zudem im Groß- und Einzelhandel. Nur im Bauhauptgewerbe erzielte das Geschäftsklima – zum dritten Mal in Folge – eine Verbesserung, wie es in der Pressemitteilung des Instituts heißt.

Optimistisch bleibt hingegen das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW), das die Wirtschaftsprognose für Deutschland weiter positiv beurteilt. Das DIW geht demnach von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,9 Prozent im kommenden Jahr aus. Auch erwarte Deutschland ein Beschäftigungsrekord und steigende Löhne, heißt es auf der Website des DIW.

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