IAB untersucht Tarifbindung der deutschen Unternehmen

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat in seiner jüngsten Untersuchung die Tarifbindung von Unternehmen in Deutschland analysiert. Ergebnis: Im Jahr 2013 galt für über die Hälfte Prozent der Beschäftigten in Westdeutschland ein Branchentarifvertrag (52 Prozent). In Ostdeutschland profitierten hochgerechnet 35 Prozent von Branchentarifverträgen. Dazu kommen allerdings noch Firmentarifverträge: In Westdeutschland lag der Wert hier bei 8 Prozent, so dass 2013 zusammengerechnet 60 Prozent der untersuchten Unternehmen tarifvertragliche Regelungen hatten. Im Osten Deutschlands arbeiteten den IAB-Angaben zufolge 12 Prozent der Beschäftigten bei Unternehmen, die einem Firmentarifvertrag unterlagen. Insgesamt ergibt sich damit in den neuen Bundesländern für 2013 ein gesamttariflicher Wert von 47 Prozent.  

Die Forscher des IAB weisen aber noch auf einen anderen Aspekt hin: „21 Prozent der westdeutschen und 25 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten 2013 in Betrieben, die zwar keinem Branchentarifvertrag unterlagen, sich aber an einem solchen orientierten“, so die IAB-Pressemitteilung. Damit gelten direkt oder indirekt für 81 Prozent der Beschäftigten im Westen und 72 Prozent der Beschäftigten im Osten tarifvertragliche Regelungen.

Laut eigenen Angaben befragte das IAB zur Erstellung der Untersuchung „mehr als 15.000 Betriebe“, wie es in der entsprechenden Pressemitteilung auf der Instituts-Homepage heißt. Deutlich werden in der Untersuchung auch Zeitverläufe: So lag die branchentarifliche Bindung 2012 bei den westdeutschen Unternehmen noch bei 53 Prozent, bei den ostdeutschen bei 36 Prozent. Vor zehn Jahren, 2004, betrug der Wert 61 Prozent in Westdeutschland und 42 Prozent in Ostdeutschland. In der Zeitarbeitsbranche ist die Tarifabdeckung mit nahezu 100 Prozent dagegen nicht nur sehr hoch, sondern auch seit zehn Jahren konstant. Dabei werden für die Zeitarbeitnehmer ausschließlich DGB-Tarifverträge angewendet.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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