IAB-Studie: Ein-Euro-Jobs können die Chancen auf Arbeit verbessern

Arbeitsgelegenheiten für Arbeitslosengeld-II-Empfänger – besser bekannt als ein-Euro-Jobs – helfen, die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern. Dies bestätigten zwei Drittel der vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) befragten 600 Betriebe, die Ein-Euro-Jobber einsetzen. Die Befragung unter den Einsatzbetrieben erfolgte im Rahmen der IAB- Stellenerhebung zwischen 2011 und 2013.

Vorrangig diene der Ein-Euro-Job dazu, „die soziale Teilhabe“ zu stärken, heißt es in der Studie des IAB. Gut die Hälfte der Betriebe sieht die Ein-Euro-Jobber aber auch als geeignet an, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Nicht immer führe die Teilnahme jedoch sofort in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. „Eine zusätzliche berufliche Qualifizierung“ erhöhe die Chancen der Teilnehmer, wie 60 Prozent der befragten Betriebe bestätigten. 53 Prozent sprachen sich für Motivationstraining und 40 Prozent für Kommunikationstraining aus, die zu besseren Chancen der Ein-Euro-Jobber auf dem Arbeitsmarkt führen könnten.

Das IAB erfragte zudem, weshalb die Maßnahme in den verbliebenden Fällen die Aussichten auf eine reguläre Tätigkeit nicht verbesserten. 15 Prozent der Unternehmen gaben an, dass die Leistungsbereitschaft der Teilnehmer fehle, auch sei der Bildungsstatus oft „unzureichend“. 16 Prozent der Einsatzbetriebe nannten „persönlichen Probleme der Teilnehmer“, die mit der Maßnahme nicht gelöst würden. Auch seien die Ein-Euro-Jobber oftmals „zu arbeitsmarktfern“, die Maßnahme vermittle „zu wenig zusätzliches Wissen“ oder entspräche „nicht den Anforderungen einer regulären Beschäftigung“.

Im Jahr 2014 beteiligten sich mehr als 250.000 Personen an den Arbeitsgelegenheiten für Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Seit der Einführung 2005 gelten Ein-Euro-Jobs als „eine der zahlenmäßig bedeutsamsten Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II“, schreibt das IAB abschließend.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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