IAB-Studie: Ältere Arbeitnehmer legen Wert auf Anerkennung

90 Prozent der älteren Beschäftigten fühlen sich am Arbeitsplatz wertgeschätzt und anerkannt. Dagegen sehen sich gut 29 Prozent der Befragten unter starkem Zeitdruck oder anderweitig belastet. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, die 2014 unter 3.644 Arbeitnehmern der Jahrgänge 1959 bis 1965 durchgeführt wurde.

Das Institut hatte für die Studie Belohnungen und Arbeitsanforderungen ins Verhältnis gesetzt, wonach „bei den meisten älteren Beschäftigten positive Aspekte wie angemessene Wertschätzung und Arbeitsplatzsicherheit die Arbeitsanforderungen wie Zeitdruck und Arbeitsverdichtung“ überwiegten, heißt es dazu in der Pressemitteilung des IAB. So sind Arbeitsbelastungen weniger schlimm, wenn neben der Wertschätzung älterer Arbeitnehmer durch Vorgesetzte und Kollegen auch die Sicherheit der Arbeitsplätze gegeben ist. Keine Gefährdung ihres Arbeitsplatzes sahen 90 Prozent der Studienteilnehmer. Zudem fühlen sich 70 Prozent von ihrem Vorgesetzen anerkannt oder verspürten zumindest keine Belastung durch das Ausbleiben der Anerkennung.

„Allerdings schätzen diejenigen, die von relativ hohen psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz berichten, ihre psychische Gesundheit insgesamt weniger positiv ein als andere Beschäftigte“, schreiben die IAB-Forscher weiter. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, tritt dieser Zusammenhang  auch bei der körperlichen Gesundheit auf. Demnach erwarteten 17 Prozent eine Verschlechterung der Arbeitssituation, was die Befragten „als stark oder sehr stark belastend“ empfanden. Über fehlende Anerkennung des Vorgesetzten klagten weitere zehn Prozent, als „mäßig belastend“ empfanden diesen Umstand zudem 20 Prozent der älteren Arbeitnehmer.

Wie das IAB weiter mitteilt, wurden die Studienteilnehmer unter Erfüllung spezifischer Anforderungen ausgewählt. „Befragt wurden Erwerbstätige, die aktuell relativ gut in den Arbeitsmarkt integriert sind, vergleichsweise stabile Erwerbsverläufe aufweisen und deren Tätigkeiten eher ein höheres Anforderungsniveau haben. Weiterhin ist zu bedenken, dass Personen dieser Altersgruppe, die übermäßig stark belastet waren, unter Umständen bereits nicht mehr erwerbstätig sind“, heißt es dazu auf der Website des Instituts.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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