IAB: Öffentlicher Dienst verzeichnet die meisten befristeten Arbeitsstellen

Im öffentlichen Dienst werden am häufigsten Befristungen ausgesprochen. So lag 2014 der Anteil im öffentlichen Sektor bei  10,4 Prozent und damit um 3,7 Prozent höher als in der Privatwirtschaft mit 6,7 Prozent. Im wissenschaftlichen Bereich wurde dabei mit 43,6 Prozent der weitaus größte Anteil an befristeten Arbeitsverträgen verzeichnet. Der Befristungsanteil im öffentlichen Dienst ohne den Bereich Wissenschaft liegt bei 7,4 Prozent, wie die Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) in einer aktuellen Studie aufzeigen. Insgesamt gingen die Befristungen im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft seit 2010 aber wieder zurück.

Das IAB ermittelte auch den Befristungsanteil an den Neueinstellungen, der in der ersten Jahreshälfte 2014 im öffentlichen Dienst ohne wissenschaftlichen Bereich bei 60 Prozent, in der Wissenschaft bei 87 Prozent und in der Privatwirtschaft bei 40 Prozent lag. Deutliche Unterschiede machten die Forscher zudem bei Betrachtung der föderalen Ebene aus. „Die höchste Befristungsquote (ohne Wissenschaft) wiesen 2014 die Kommunen mit 7,4 Prozent aller Beschäftigten auf, darauf folgten die Einrichtungen des Bundes und der Länder“, heißt es dazu. Wird jedoch der wissenschaftliche Sektor einbezogen, liegen die Länder mit einem Befristungsanteil von 13,4 Prozent vor Kommunen und Bund.

Gute Übernahmechancen für befristet Beschäftigte gab es vor allem in der Privatwirtschaft, wie das IAB feststellte. So waren im Jahr 2014 „41,5 Prozent der Änderungen des Vertragsstatus auf Übernahmen in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen, 32,5 Prozent“ entfielen „auf Verlängerungen befristeter Verträge und 26 Prozent auf Personalabgänge“. Dagegen machten im öffentlichen Sektor Übernahmen lediglich 32 Prozent aus, während 38,3 Prozent der Verträge verlängert wurden. Weitere 29,7 Prozent entfielen auf Personalabgänge. „Dass die Übernahmequote im öffentlichen Sektor um rund zehn Prozentpunkte niedriger ausfällt als im privaten Sektor dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die maßgeblichen Befristungsmotive öffentlicher Arbeitgeber Vertretungen und fehlende Planstellen sind, während Befristungen in der Privatwirtschaft häufiger der Erprobung neuer Mitarbeiter dienen“, fasst das IAB die Ergebnisse zusammen.

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Doris Droste
Doris Droste
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