IAB: Leichter Anstieg der Arbeitslosenquote von Ausländern im Februar

Die Arbeitslosenquote ausländischer Mitbürger ist im Februar 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 16 Prozent gestiegen. Der Anteil der ausländischen Beschäftigten hingegen sank auf 44,3 Prozent – ein Rückgang gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozentpunkte. Die Migranten seien „überwiegend noch nicht beschäftigt“ und  „deren Beschäftigungsmöglichkeiten häufig auch durch rechtliche Hürden eingeschränkt“. Zu dieser Einschätzung kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) in der neuen Ausgabe des „Zuwanderungsmonitors“. Die Zahl der ausländischen Mitbürger wuchs zudem im Februar um 1,077 Millionen Menschen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Um die Beschäftigungsquote der ausländischen Bevölkerung in Deutschland zu ermitteln, differenziert das IAB wischen Migranten aus einem der 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) und Zuzüglern aus Kriegs- und Krisengebieten. Trotzdem gut 24.000 oder 25 Prozent der Mitbürger aus einem Kriegs- oder Krisenland im Februar in Arbeit gebracht werden konnten, sank deren Beschäftigungsquote um 10,2 Prozentpunkte. Neben den starken Zuzug der Flüchtlinge führt das IAB dies auf einen fehlenden Arbeitsmarktzugang zurück. Auch rechnet das Institut bei dieser Gruppe „mit einer langsameren Arbeitsmarktintegration im Vergleich zu anderen Migrantengruppen“. Von den Migranten aus der EU nahmen gleichzeitig 219.000 oder 13 Prozent der Ausländer eine Beschäftigung auf, was einem Zuwachs um 2,3 Prozent entsprach.

Während die Arbeitslosenquote der ausländischen Bevölkerung im Februar nahezu konstant blieb, erhöhte sich jedoch die „absolute Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit“ im April. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg deren Zahl um 61.500 Personen oder 11 Prozent. „Hierbei handelt es sich in erster Linie um einen Größeneffekt, der u.a. auf das Wachstum der ausländischen Bevölkerung zurückzuführen ist“, kommentiert das IAB die Werte.

Insgesamt verlaufe die „Arbeitsmarktsituation der ausländischen Bevölkerung noch günstig“, schlussfolgert das IAB. Jedoch warnt das Institut vor zu viel Optimismus einer schnellen Arbeitsmarktintegration: „Aufgrund rechtlicher und institutioneller Hürden, aber auch fehlender Sprachkenntnisse und geringer Anteile von Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung werden sich die Flüchtlinge nur schrittweise in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren“, heißt es in dem Bericht weiter.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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