IAB: Jugendliche mit Bildungsabschluss haben in Deutschland die besten Jobchancen

90 Prozent der Jugendlichen in Deutschland zwischen 20 und 34 Jahren mit einem vor höchstens drei Jahren erworbenen Schul-, Berufs- oder Hochschul-Abschluss gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Hierzulande liegt die Quote damit deutlich über den europäischen Durchschnitt. Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in einer aktuellen Studie.

Höhere Quoten bei den erwerbstätigen Jugendlichen wurden den IAB-Forschern zufolge nur in Malta mit 92 Prozent erzielt. Ähnlich gute Ergebnisse wie in Deutschland erfasste das Institut außerdem in Großbritannien, Schweden und Österreich. Für Jugendliche in Griechenland und Italien stellt sich der Wechsel von Ausbildung ins Berufsleben deutlich schwieriger dar. So waren 44 Prozent der Jugendlichen in Griechenland drei Jahre nach einer Ausbildung noch immer ohne Arbeit, in Italien waren es 45 Prozent. „Im europäischen Durchschnitt liegt die Erwerbstätigenquote der Absolventen allgemeinbildender und beruflicher Bildungsgänge, also von Schule, Ausbildung oder Universität, bei 76 Prozent“, heißt es beim IAB. Die Europäische Union (EU) hat sich bereits 2008 zum Ziel gesetzt, bis 2020 einen Durchschnittswert von 82 Prozent unter den neuen Abgängern aus dem Bildungssystem zu erreichen. In der Finanz- und Wirtschaftskrise zwischen 2008 und 2013 sanken dem Institut zufolge „die Anteile der Erwerbstätigen unter den Absolventen in den meisten europäischen Ländern“, stiegen seit 2014 aber wieder leicht an. Daher könne eine gute wirtschaftliche Lage eines Landes durchaus positiv auf die Erwerbstätigenquote von Absolventen wirken. „Diese steigt allerdings nur moderat in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs und sinkt leicht bei einer Verschlechterung der Rahmenbedingungen“, schreibt das IAB weiter. Unterschiede gebe es zudem beim Bildungsniveau, wonach Absolventen mit einer Berufsausbildung oder Hochschulreife eher von Schwankungen am Arbeitsmarkt betroffen seien als höher qualifizierte Absolventen.

Laut IAB müssten sich Jugendliche in Europa oftmals mit besonders schwierigen Berufsstartbedingungen auseinandersetzen wie einer strengen Kündigungsschutzbestimmung. Diese könne sich „für Arbeitsmarkteinsteiger als Einstellungsbarriere erweisen“ und dafür sorgen, „dass gerade jüngere Beschäftigte oftmals nur befristete Arbeitsverträge erhalten“. Daher fordert das IAB, „die erfolgreiche Integration der jetzigen Jugendgeneration in den Arbeitsmarkt“ zu fördern, „um den Fachkräftebedarf langfristig zu sichern und die Finanzierung der sozialen Sicherung zu gewährleisten“.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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