IAB-Arbeitsmarktprognose: Zahl der Erwerbstätigen und Arbeitslosen wird 2016 steigen

Im kommenden Jahr wird die Zahl der erwerbstätigen Personen in Deutschland um 250.000 auf 43,16 Millionen steigen. Gleichzeitig werden sich mehr Menschen arbeitslos melden. Die Zahl der Erwerbslosen wird sich auf 2,87 Millionen erhöhen – ein Plus von 70.000. Das geht aus der Arbeitsmarktprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor.

Wie das Institut mitteilt, folge die Erwerbstätigkeit seit zehn Jahren einem Aufwärtstrend, der sich zuletzt etwas entschleunigt habe. Am Ende dieses Jahres werden demnach 30,79 Millionen Menschen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben. Mit 31,33 Millionen Personen wird 2016 sogar ein neuer Rekordwert erwartet. Im Vergleich zum Jahr 2005 sind damit fünf Millionen Menschen mehr in einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung tätig. Die Gründe für den Anstieg sieht das IAB im Zustrom der Flüchtlinge, womit auch mehr Menschen im erwerbsfähigen Alter nach Deutschland kämen. Auch die steigenden Arbeitsquoten von Frauen und Älteren förderten das Potenzial. Das Erwerbspersonenpotenzial werde 2016 somit auf etwa  46,16 Millionen Menschen steigen, schreiben die Forscher dazu.

Zum Ende des Jahres erwartet das IAB einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 100.000 Personen. Aufgrund der Flüchtlingszuwanderung werde 2016 jedoch die Zahl der Erwerbslosen steigen. Das Institut geht von rund 130.000 zusätzlichen arbeitslosen Flüchtlingen aus. Da viele Jobsuchende aufgrund der guten Konjunktur Arbeit finden werden, rechnet das IAB im Jahresverlauf 2016 aber nur mit etwa 70.000 zusätzlichen erwerbslosen Personen. „Arbeitslosmeldungen sind ein erster Schritt im Prozess der Arbeitsuche und Förderung. Das Ziel muss es sein, die Flüchtlinge möglichst frühzeitig in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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