IAB-Arbeitsmarktbarometer deutet auf steigende Arbeitslosigkeit hin

Zum ersten Mal seit März 2014 ist das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit 99,5 Zählern unter die Grenze der 100-Punkte-Marke und somit in den negativen Bereich gesunken.  Damit deutet einer der wichtigsten Frühindikatoren für den deutschen Arbeitsmarkt auf – wenn auch nur leicht – steigende Arbeitslosigkeit hin.

„Die Arbeitsagenturen erwarten, dass die Phase der sinkenden saisonbereinigten Arbeitslosigkeit vorerst zu Ende geht“, fasst Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“, den im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Punkte gesunkenen Wert zusammen. Ursächlich für diese neue Entwicklung sind laut IAB-Pressemeldung drei Aspekte. Erstens habe der milde Winter eine Rolle gespielt, denn das Institut hat berechnet, dass bei „durchschnittlichen Wetterverhältnissen“ die Arbeitslosigkeit um 23.000 Personen höher ausgefallen wäre. Entsprechend „schwächer“ werde nun die saisonübliche Frühjahrbelebung auf dem Arbeitsmarkt ausfallen. Zweitens habe sich die Weltwirtschaft abgeschwächt und drittens sei „absehbar“, „dass sich der Effekt der Flüchtlingszuwanderung in der Arbeitslosigkeit künftig stärker bemerkbar machen werde.“ Entscheidend, so Weber, sei aber die mittelfristige Perspektive: „Bei der guten Verfassung des Arbeitsmarkts und mit Investitionen in die Integration ist die Herausforderung zu meistern.“

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer basiert auf einer monatlichen Befragung aller Arbeitsagenturen zu der von ihnen erwarteten Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden drei Monaten. Dabei bezieht sich der Indikator auf die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitslosigkeit, also unter Herausrechnung der jahreszeitlich üblichen Schwankungen. „Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (stark steigende Arbeitslosigkeit) bis 110 (stark sinkende Arbeitslosigkeit)“, wie das Institut auf seiner Website erläutert.

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Doris Droste
Doris Droste
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