IAB-Arbeitsmarktbarometer deutet auf sinkende Arbeitslosigkeit hin

Arbeitsmarktforscher gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden drei Monaten sinkt. Der vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit erhobene Frühindikator für die Entwicklung des Arbeitsmarktes liegt im Februar wie im Vormonat bei 101,8 Punkten, berichtet „Die Welt“ in ihrer heutigen Ausgabe.

„Die Stimmung unter den Arbeitsagenturen lag zuletzt im Juli 2011 auf besserem Niveau“, erläutert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen" in einer Presseerklärung. Damit werde sich der Arbeitsmarkt weiter gut entwickeln: „Der bisherige Rückgang der Arbeitslosigkeit war kein Strohfeuer.“ Auch für die Wirtschaft in Deutschland zeige sich ein Aufwärtstrend. „Konjunktur und Arbeitsmarkt stützen sich gegenseitig“, erklärt Weber.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer beruht auf einer monatlichen Befragung aller Arbeitsagenturen zur erwarteten Arbeitsmarktentwicklung. Der Indikator bezieht sich auf die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitslosigkeit, also unter Herausrechnung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (stark steigende Arbeitslosigkeit) bis 110 (stark sinkende Arbeitslosigkeit).

Allen positiven Trends auf dem Arbeitsmarkt zum Trotz warnt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vor negativen Folgen durch den gesetzlichen Mindestlohn. In einem Gastkommentar in der „Welt“ weist INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr auf Warnungen von Ökonomen hin, „dass der Mindestlohn erst mit Verzögerung Jobs kosten wird. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet frühestens 2016 mit belastbaren Zahlen über die Auswirkungen des Gesetzes.“ Der Mindestlohn wirke also wie „ein schleichendes Gift“. Nach Berechnungen von Arbeitsmarktforschern der Freien Universität Berlin und der Universität Magdeburg könnten „in den kommenden Jahren bis zu 570.000 Jobs“ wegfallen, „darunter hauptsächlich Arbeitsplätze für Geringqualifizierte“, so Pellengahr. Außerdem habe eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ergeben, dass jedes zweite Unternehmen in Ostdeutschland in hohen Löhnen „das größte Geschäftsrisiko“ sehe. Der INSM-Geschäftsführer fordert deshalb: „Dank der verzögerten Wirkung des Mindestlohns auf den Arbeitsmarkt hat die Politik jetzt noch die Möglichkeit, die bedrohten Arbeitsplätze zu retten. Diese Zeit muss sie nutzen.“

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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