IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit wird künftig nur noch leicht sinken

Wie bereits das ifo Beschäftigungsbarometer signalisierte (BAP berichtete), werden deutsche Unternehmen in den nächsten Monaten weniger neue Mitarbeiter einstellen. Dies hat auch Einfluss auf die Arbeitslosigkeit, die in den kommenden drei Monaten nicht weiter sinken wird. Das bestätigt das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bei der Bundesagentur für Arbeit BA), das im Januar um 0,4 Punkte auf 100,2 Zähler fiel. „Größere Rückgänge der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit über die nächsten drei Monate sind demnach nicht mehr zu erwarten“, so das IAB auf seiner Website.

Mit dem Rückgang sank der Indikator auf den niedrigsten Stand seit Mai 2015. Im Dezember des vergangenen Jahres lag das Barometer noch bei 100,6 Zählern. „Die Erwartungen der Arbeitsagenturen haben einen Dämpfer erhalten, liegen aber noch nicht im negativen Bereich“, kommentiert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und Strukturanalysen, das Ergebnis. Gründe für den Rückgang seien „weltwirtschaftliche Rückschläge und die aktuelle Flüchtlingssituation“. Auch die „konjunkturellen Aussichten“, vor allem in China, hätten sich „zuletzt etwas eingetrübt“, so der IAB-Ökonom weiter. Trotz der Flüchtlingszuwanderung, die in den nächsten Monaten Einfluss auf die Arbeitslosigkeit haben wird, sieht Weber den deutschen Arbeitsmarkt insgesamt jedoch „weiterhin in guter Form“.

Wie das IAB erläutert, beruht sein Arbeitsmarktbarometer „auf einer monatlichen Befragung aller lokalen Arbeitsagenturen zu der von ihnen erwarteten Arbeitsmarktentwicklung in den nächsten drei Monaten“, wobei die üblichen jahreszeitlichen Schwankungen bereits herausgerechnet wurden. Die Skala dieses Frühindikators reicht von 90 Punkten für stark steigende Arbeitslosigkeit bis zu 110 Zählern für stark sinkende Arbeitslosigkeit.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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