IAB: „Arbeitslosigkeitsrisiko hängt eng mit der Qualifikation zusammen“

Wie in diesem Jahr ging die Arbeitslosigkeit in Deutschland auch 2014 zurück. Das Institut für Arbeitsmarkt  und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat nun die qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten für 2014 ermittelt. Wenig überraschend zeigen die Zahlen, dass das Risiko, arbeitslos zu werden, eng an die Qualifikation gekoppelt ist.

„Je niedriger die Qualifikation, desto schlechter ist die Position auf dem Arbeitsmarkt“, heißt es dazu in einer entsprechenden Veröffentlichung des IAB. „Besonders betroffen von Arbeitslosigkeit ist die Gruppe ohne Berufsabschluss, auch wenn es 2014 eine minimale Verbesserung gab.“ Demnach war im letzten fast jeder Fünfte (19,9 Prozent) ohne Berufsabschluss arbeitslos. Dagegen ist die Lage für Akademiker am gesamtdeutschen Arbeitsmarkt positiv. Von diesen waren im vergangenen Jahr lediglich 2,6 Prozent arbeitslos gemeldet. Wie das Institut weiter schreibt, profitierten insbesondere „Personen mit einer beruflichen Ausbildung“ von verbesserten Beschäftigungsbedingungen, sodass deren Arbeitslosenquote 2014 „erstmalig“ unter fünf Prozent fiel.

Auch im regionalen Vergleich konnte das IAB deutliche Unterschiede verzeichnen. Während die Arbeitslosenquoten für fast alle Qualifikationen in Ostdeutschland im vergangenen Jahr zurückgingen, stagnierten sie weitgehend in den sogenannten alten Bundesländern. Zwar fiel die Gesamtquote im Osten erstmals unter die Zehn-Prozent-Marke, lag damit aber immer noch deutlich über der westdeutschen von 6,2 Prozent. „Ein deutlicher Unterschied im Niveau der Quoten zwischen den beiden Landesteilen bleibt aber auch weiterhin bestehen“, so das IAB.

Die Gesamterwerbslosenquote nach Qualifikation, die das IAB regelmäßig ermittelt, betrug im Jahr 2014 bundesweit 6,8 Prozent. Da der Berechnung dieser Quote eine andere Datenbasis zugrunde liegt, weicht sie von der amtlichen Arbeitslosenquote (BAP berichtete) leicht ab.

Die Zahlen des IAB belegen einmal mehr, dass es Menschen ohne Berufsabschluss am Arbeitsmarkt am schwersten haben. In der Zeitarbeit erhalten Geringqualifizierte jedoch immer noch gute Chancen auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. In der Branche liegt der Anteil der Personen ohne Berufsabschluss nach Angaben der BA bei 22,4 Prozent – und damit doppelt so hoch wie auf dem Gesamtarbeitsmarkt.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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