IAB: Arbeitslosenquote ausländischer Bevölkerung fällt im Mai leicht – Bildungsniveau variiert

Im Mai dieses Jahres fiel die Arbeitslosenquote der ausländischen Mitbürger im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 15,0 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich diese jedoch um 0,3 Prozent. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des „Zuwanderungsmonitors“ des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Gleichzeitig sank die Beschäftigungsquote der ausländischen Bevölkerung auf 45,8 Prozent – ein Rückgang gegenüber Mai 2015 um 1,4 Prozentpunkte.

„Der Rückgang der Beschäftigungsquote ist im Wesentlichen auf den Zuwachs der ausländischen Bevölkerung durch den Zuzug von Flüchtlingen zurückzuführen“, erklärt das IAB. Während der Anteil der Beschäftigten aus einem der 28 Staaten der Europäischen Union (EU) im Mai um 2,2 Prozentpunkte auf 55,1 Prozent zulegte, ging die Quote von denen aus Kriegs- und Krisenländern auf 14,6 Prozent zurück – obwohl etwa 30 Prozent (32.000 Personen) mehr aus dieser Ländergruppe im Mai in Arbeit gebracht werden konnten. Als Grund führt das IAB den noch fehlenden Arbeitsmarktzugang dieser Gruppe an. Von den Migranten aus einem der EU-Mitgliedsstaaten nahmen gleichzeitig 225.000 eine Arbeit auf. Während die Arbeitslosenquote der ausländischen Mitbürger auf 15 Prozent zurückging, erhöhte sich jedoch die absolute Zahl der arbeitslosen Migranten „im Juli 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat um 67.000 Personen“ – ein Zuwachs um 11,9 Prozent. Laut IAB sei dieser Größeneffekt „auf das Wachstum der ausländischen Bevölkerung zurückzuführen“. Allerdings mache sich die Flüchtlingsmigration „erst langsam auf dem Arbeitsmarkt sichtbar“, resümieren die Forscher.

Das IAB untersuchte weiterhin die schulische Qualifikation der Zuzügler. Allerdings schränken die Forscher ein, dass „gegenwärtig“ keine „belastbaren Daten zur Qualifikation“ vorlägen. „Erste Erkenntnisse“ der bei einer Arbeitsagentur oder Jobcenter gemeldeten Flüchtlinge gebe es jedoch bereits: Von den 300.000 im Juni registrierten Zuzüglern wiesen dem IAB zufolge 26 Prozent eine Hochschulreife vor – jedoch ist der Anteil derer ohne Schulabschluss genauso hoch. „Von den arbeitsuchenden Flüchtlingen hatten im Juni 2016 knapp 74 Prozent keine formale Berufsausbildung, 5 Prozent eine berufliche bzw. schulische Ausbildung und gut 9 Prozent eine akademische Ausbildung“, heißt es im „Zuwanderungsmonitor“. Demnach könnten „58 Prozent der arbeitsuchenden Flüchtlinge hauptsächlich Helfer- und Anlerntätigkeiten ausüben“. Weitere 13 Prozent wiesen Qualifikationen für eine fachliche Tätigkeit auf, während fünf Prozent für „sogenannte Spezialisten- und Expertenberufe“ geeignet seien. Zu 24 Prozent der Zuzügler konnte das IAB keine Angaben machen. Auch wenn sich die Flüchtlinge somit „nur langsam in den Arbeitsmarkt integrieren“ werden, verfüge ein hoher Anteil der Zuzügler dennoch – „aufgrund der günstigen  Altersstruktur“ – über ein enormes Bildungspotenzial. „Ein erheblicher Teil der Menschen, die im Zuge der Fluchtmigration nach Deutschland gekommen sind, befindet sich im Schulalter oder gehört zur Altersgruppe, die sich häufig noch in Bildung und Ausbildung befindet“, schreibt das IAB dazu.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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