Höhere Erwerbstätigenzahl führt zu Anstieg des Arbeitsvolumens

Das Arbeitsvolumen in Deutschland ist im ersten Quartal 2015 leicht gestiegen. Dies geht aus einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervor. Grund hierfür sei die zunehmende Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland.

Dem IAB-Bericht zufolge haben Erwerbstätige in Deutschland im ersten Quartal dieses Jahres 14,9 Millionen Stunden gearbeitet. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – sprich der Ertrag aus Erwerbstätigenzahl und je Berufstätigem geleisteter Arbeitsstunde – konnte damit um 0,5 Prozent angehoben werden. Die durchschnittlich pro Kopf geleistete Arbeitszeit verringerte sich hingegen leicht um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut IAB zeichneten hierfür die Grippewelle verantwortlich sowie die teilweise erfolgte Reduzierung der Arbeitszeit bei den Minijobbern nach Einführung des Mindestlohns.

Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen", sieht einen Grund für das höhere Arbeitsvolumen in der steigenden Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland. Tatsächlich stieg die Anzahl der berufstätigen Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 42,4 Millionen Menschen und erhöhte sich damit um 0,7 Prozent. Die meisten Arbeitskräfte kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Bereich der Dienstleistungen hinzu. Auch das Produzierende Gewerbe und die Baubranche konnten sich über Beschäftigungszuwachs freuen. Gegenüber dem vierten Quartal 2014 stagnierte allerdings saisonbereinigt die Zahl der Erwerbstätigen. Weber prognostiziert aber, dass „der Aufwärtstrend bei der Beschäftigung“ weiterginge.

Die IAB-Forscher erhoben weiterhin Zahlen zur durchschnittlichen Wochenarbeitszeit. Demnach lag diese bei tariflichen oder betriebsüblich getroffenen Vereinbarungen bei etwa 30 Stunden, Beschäftigte in Vollzeit waren in der Regel 38 Stunden tätig.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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