GfK-Konsumklimaindex: Verbraucherstimmung bessert sich

Deutsche Verbraucher sind in Hinblick auf die deutsche Wirtschaftslage wieder optimistischer als in den vergangenen vier Monaten. Zum Jahresende verbesserten sich der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge die Konjunkturerwartungen der Deutschen auf 9,3 Zähler beim Gesamtindikator. Im Januar 2016 werde das Konsumklima sogar nochmals zulegen und einen Wert von 9,4 Punkten erreichen. Damit zeige sich die Stimmung der Deutschen unbeeindruckt von Terrorgefahr und Flüchtlingsdebatte, teilen die GfK-Forscher in einer entsprechenden Pressemitteilung mit. 

Nach Angaben des Forschungsinstituts stiegen die Erwartungen der Verbraucher bei Konjunktur und Einkommen. So verzeichneten die GfK-Forscher nach sechs Rückgängen in Folge im Dezember erstmals wieder ein Plus von 8,2 Punkten. Der Indikator „klettert auf 2,9 Punkte und liegt damit wieder im positiven Bereich“, heißt es dazu. Nach Einschätzung der rund 2.000 Verbraucher, die das Forschungsinstitut monatlich befragt, verbesserten sich gleichzeitig die Einkommenserwartungen. Mit einem Plus von 6,4 Zählern erhöhte sich dieser Indikator auf 50,8 Punkte. „Der ausgeprägte Einkommensoptimismus“ sei laut GfK auf einen robusten Arbeitsmarkt, die „gute Einkommensentwicklung der Beschäftigten“ und die sinkenden Energiepreise zurückzuführen. Gleichzeitig befindet sich die Inflation auf einem geringen Niveau, was zu einem Anstieg der Reallöhne führt.

Die positive Entwicklung bei Konjunktur und Einkommen zum Jahresende stützt außerdem das hohe Niveau der Vormonate bei der Anschaffungsneigung. Dieser Indikator stieg demnach um 0,1 Zähler auf 49 Punkte, womit laut GfK „fast“ das Vorjahresniveau erreicht wurde.  Flüchtlingskrise und Terrorgefahr hätten somit kaum Auswirkungen auf größere Anschaffungen der Deutschen, hingegen sorgten der „stabile Arbeitsmarkt sowie die Aussicht auf weiter steigende Einkommen“ im kommenden Jahr „für Planungssicherheit“.

Angesichts ihrer Prognose für den Gesamtindikator von 9,4 Zählern für Januar 2016 rechnen die GfK-Forscher damit, „dass auch 2016 ein gutes Konsumjahr werden kann“. Vor allem die Inlandsnachfrage stütze weiterhin die positiven Aussichten. Jedoch könnte eine Verschärfung der „internationalen Krisenherde mit dem Schwerpunkt im Nahen Osten, die daraus resultierende Flüchtlingskrise sowie eine steigende Terrorgefahr […] die Verunsicherung der Verbraucher wieder steigen lassen und damit auch dem Konsumklima einen Dämpfer versetzen“, teilten die Forscher abschließend mit.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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