Für Gastgewerbe: Keine tarifvertragliche Lösung, 8,50 Euro Mindestlohn ab 2015 auch im Osten

Die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, in denen es um tarifvertraglich Übergangsregelungen für das Gastgewerbe nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns ging, sind gescheitert. Für Beschäftigte in der Branche gilt damit ab Januar 2015 der gesetzlicher  Mindestlohn von 8,50 Euro – auch im Osten Deutschlands.  Dies berichten mehrere Medien aktuell, darunter die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“) sowie die Wochenzeitung „Die Zeit“ in ihren jeweiligen Online-Ausgaben.

Wie „zeit.de“ berichtet, sei ursprüngliches Hauptziel der Verhandlungen ein Tarifvertrag gewesen, „mit dem der Mindestlohn in der Branche in Ostdeutschland hätte später in Kraft treten können“. Aufgrund des Scheiterns gelte nun aber ab Januar 2015 die gesetzliche Untergrenze von 8.50 Euro pro Stunde. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) habe einen solchen Vertrag angestrebt. Verhandlungspartner auf Gewerkschaftsseite war die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Die „FAZ“ gibt auf ihrer Internetseite weitere Details zur gescheiterten Verhandlung bekannt: Demnach habe die NGG das Angebot unterbreitet, 8,50 Euro pro Stunde erst am 1. Juni 2015 „greifen zu lassen“. Die Vergütung der unteren Lohngruppen hätte danach laut Plan aber „in mehreren Stufen steigen“ sollen, am 1. Juli 2017 hätte der Mindestlohn dann schließlich 10 Euro pro Stunde erreicht. Der Dehoga wiederum habe laut „FAZ“ angeboten, 8,50 Euro „flächendeckend“ ab dem 1. September 2016 gültig zu machen. „Die NGG kritisierte, dass der Mindestlohn zum Stichtag 1. Januar im Osten nach dem Willen des Dehoga lediglich 7,50 Euro betragen sollte“, heißt es auf „faz.net“. weiter. „Für die Branche im Westen seien zwar 8,50 Euro vorgesehen gewesen, das Ergebnis hätte jedoch die meisten bereits geltenden tariflichen Mindestentgelte weit unterschritten.“

Die „FAZ“ und „Die Zeit“ lassen in ihren Artikeln beide Verhandlungsseiten kommentierend zu Wort kommen. „zeit.de“ zitiert NGG-Verhandlungsführer Burkhard Siebert mit den Worten, die Arbeitgeber der Branche hätten die Möglichkeit verpasst, sich vom Image der „Niedriglohnbranche“ loszusagen. Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges wiederum bemerkt im Text, auf Gewerkschaftsseite sei „kein ernsthaftes Interesse“ an Übergangsregelungen vorhanden gewesen. Zudem hätten die Forderungen „weit über dem, was der Gesetzgeber für alle Branchen vorsieht“, gelegen.






Artikel teilen:

zurück

Willkommen in unserem Social Media Room

Wir sind für Sie auch auf den Social Media Kanälen unterwegs, damit Sie schnell und bestens über unsere Themen informiert sind.

Ob Twitter, YouTube oder Xing – unsere Social Media Profile bieten ausreichend Raum, um Themen zu vertiefen, sich auszutauschen, für Informationen, tagesaktuelle Reaktionen und Inspiration. Wir wünschen Ihnen anregende Unterhaltung und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail schreiben

XING

Folgen Sie unserem Xing-Profil: Dort informieren wir über unsere Veranstaltungen, Seminare und das Neueste aus der Verbandsarbeit der Personaldienstleister.

Zum XING Profil