Eurostat: Zweite Zuwanderergeneration ist in der EU gut in den Arbeitsmarkt integriert und ausgebildet

81,1 Prozent der Zuwanderer der zweiten Generation zwischen 25 und 54 Jahren, von denen mindestens ein Elternteil in der Europäischen Union (EU) geboren wurde, gingen im Jahr 2014 einem Beschäftigungsverhältnis nach. Damit war die Beschäftigungsquote der zweiten Zuwanderergeneration mit EU-Hintergrund sogar etwas höher als bei den im Inland geborenen Personen, von denen 78,6 Prozent beschäftigt waren. Außerdem war die Quote der "tertiären Bildungsabschlüsse" bei Zuwanderern der zweiten Generation sowohl mit EU- als auch ohne EU-Hintergrund höher als bei Personen ohne Migrationshintergrund. Das sind Ergebnisse aus der Arbeitskräfteerhebung (AKE) – Ad-hoc-Modul 2014 „Arbeitsmarktsituation von Zuwanderern und ihren direkten Nachkommen”, die die EU-Statistikbehörde Eurostat vorlegte.

Wie Eurostat weiter mitteilt, erreichte die Beschäftigungsquote bei Zuwanderern der zweiten Generation mit zwei außerhalb der EU geborenen Elternteilen 74 Prozent und lag damit 7,1 Prozentpunkte unter dem Anteil der Personen mit mindestens einem in der EU geborenen Elternteil. Außerdem war die Beschäftigungsquote „bei den Zuwanderern der zweiten Generation mit EU-Hintergrund höher als bei Zuwanderern der ersten Generation, die in einem anderen EU-Mitgliedstaat (Unterschied von 4,0 Pp.) oder in einem Drittstaat (15,6 Pp.) geboren wurden“, schreibt die europäische Statistikbehörde. Dabei stellte Eurostat allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten fest: So war die Beschäftigungsquote der Personen ohne Migrationshintergrund in den EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien, Luxemburg, Portugal, Ungarn, Finnland und Polen genauso hoch oder höher wie die der Zuwanderer der zweiten Generation. Niedriger lag die Quote der zweiten Zuwanderergeneration dagegen in Belgien, Kroatien, Lettland, Malta, Slowenien, Österreich und Deutschland. In Deutschland betrug die Beschäftigungsquote von Zuwanderern der zweiten Generation im Jahr 2014 80,9 Prozent, die der im Inland geborenen Personen dagegen 86 Prozent.

Im Hinblick auf die Bildungsergebnisse schnitten 2014 Zuwanderer der zweiten Generation in der Altersgruppe der 25- bis 54-Jährigen – ob mit oder ohne EU-Hintergrund – mit 38,5 Prozent und 36,2 Prozent besser ab als Personen ohne Migrationshintergrund, von denen laut Eurostat nur 30,9 Prozent einen „tertiären Bildungsabschluss“ erreichten. Auch gegenüber der ersten Zuwanderergeneration, „die in einem anderen EU-Mitgliedstaat  (33,3%) oder einem Drittstaat (29,4%) geboren wurden“, wies die zweite Generation eine deutlich höhere Quote auf.

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