Eurostat: Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sinkt auf 9,3 Prozent

Entgegen dem Trend in der Europäischen Union (EU) ist die Arbeitslosigkeit junger Menschen im Alter von 20 bis 24 Jahren in Deutschland zwischen 2006 und 2015 von 15,2 Prozent auf 9,3 Prozent zurückgegangen. In den EU-Ländern, die mit den Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 zu kämpfen hatten, stieg die Jugendarbeitslosigkeit dagegen teils enorm an. Zu diesen Ergebnissen kommt Eurostat, das Statistikamt der EU.

Die Behörde untersuchte gleichzeitig die Entwicklung bei den Altersgruppen 15 bis 19 Jahre sowie 25 bis 29 Jahre im Jahr 2015. Den Eurostat-Ergebnissen zufolge waren die 20- bis 24-Jährigen Jugendlichen in der EU „relativ ausgewogen auf Bildung und Beschäftigung verteilt“, während der größte Teil der Gruppe zwischen 15 und 19 Jahren in einem Bildungs- oder Weiterbildungsverhältnis stand, heißt es in einer entsprechenden Pressemittelung von Eurostat. Bei den 25- bis 29-Jährigen befand sich die Mehrheit in einem Arbeitsverhältnis. Die Statistiker erfassten darüber hinaus den Anteil der jungen Menschen, die sich im vergangenen Jahr weder in Bildung oder Weiterbildung befanden noch einer Arbeit nachgingen. So lag deren Anteil bei der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen bei 6,3 Prozent, während bei den 20- bis 24-Jährigen die Quote mit 17,3 Prozent fast das Dreifache ausmachte. In dieser Gruppe waren in der EU 2015 immerhin rund fünf Millionen Jugendliche betroffen. Bei den 25- bis 29-Jährigen nahmen 19,7 Prozent weder an Bildungs- oder Weiterbildungsmaßnahmen teil oder waren erwerbstätig. Insgesamt leben fast 90 Millionen Personen zwischen 15 und 29 Jahren in der EU – rund 17 Prozent der Bevölkerung.

Im Vergleich der EU-Mitgliedsstaaten gehen die Ergebnisse zum Teil stark auseinander. Bei den Jugendlichen zwischen 20 und 24 Jahren, die 2015 keiner Arbeit nachgingen und auch keine Bildungsmaßnahme in Anspruch nahmen, waren Italien mit 31,1 Prozent und Griechenland mit 26,1 Prozent die Spitzenreiter. In beiden Ländern verzeichneten die Statistiker Steigerungsraten von rund neun Prozent seit 2006. Anstiege um rund vier Prozent gab es dem EU-Statistikamt zufolge außerdem in Großbritannien, Dänemark und Zypern.

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