Euro-Zone im wirtschaftlichen Aufschwung – aber Deutschland schwächelt

Erstmals seit vier Jahren ist die Wirtschaft der Euro-Zone im vergangenen Quartal schneller gewachsen als in den USA und in Großbritannien, wie die „Berliner Zeitung“ mit Verweis auf neue Daten des Statistikamtes Eurostat berichtet. Allerdings sei hierfür jedoch weniger Deutschland verantwortlich. Im Gegenteil: Die Konjunktur hierzulande habe sogar die Erwartungen enttäuscht, im Gegensatz zu Frankreich und Spanien, die ein klares Plus einfuhren. Angeschoben werde die Wirtschaftsleistung weiterhin vor allem durch Besonderheiten wie dem billigen Ölpreis. Im ersten Quartal 2015 wuchs die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent, teilte Eurostat laut „Berliner Zeitung“ mit. Zum Vergleich: In Großbritannien waren 0,3 Prozent erreicht worden, in den USA nur 0,1 Prozent. Auch dort sei es der niedrige Ölpreis gewesen, der die Kaufkraft der Verbraucher steigerte.

Als Überraschung werten die Statistiker, dass das Zugpferd der Euro-Konjunktur nicht länger Deutschland allein ist, sondern Spanien mit einem Plus von 0,9 Prozent merklich aufholte. Auch Frankreich habe die Erwartungen von Eurostat bei weitem übertroffen: Dort habe ebenfalls der starke private Konsum dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu einem Wachstum von 0,6 Prozent verholfen. Unverändert schwierig ist die Lage in Griechenland: Die große Unsicherheit um die Auszahlung weiterer Kredite habe die Wirtschaft um weitere 0,2 Prozent schrumpfen lassen.

In Deutschland war Ende 2014 das BIP noch um 0,7 Prozent gewachsen, im ersten Quartal 2015 dagegen nur um 0,3 Prozent. „Über die Gründe für dieses relativ schwache Abschneiden kann nur spekuliert werden, da das Statistische Bundesamt Details erst am 22. Mai bekanntgibt,“ heißt es in der „Berliner Zeitung“. Fest stehe, dass sich der Rückgang der Netto-Exporte (Exporte minus Importe) negativ auf die Entwicklung ausgewirkt habe. Getragen werde die deutsche Konjunktur weiter vom privaten Konsum – allerdings nicht nur durch den niedrigen Ölpreis, sondern bedingt „durch eine hohe Erwerbstätigkeit, Lohnsteigerungen und die niedrige Inflationsrate“.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Willkommen in unserem Social Media Room

Wir sind für Sie auch auf den Social Media Kanälen unterwegs, damit Sie schnell und bestens über unsere Themen informiert sind.

Ob Twitter, YouTube oder Xing – unsere Social Media Profile bieten ausreichend Raum, um Themen zu vertiefen, sich auszutauschen, für Informationen, tagesaktuelle Reaktionen und Inspiration. Wir wünschen Ihnen anregende Unterhaltung und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail schreiben

XING

Folgen Sie unserem Xing-Profil: Dort informieren wir über unsere Veranstaltungen, Seminare und das Neueste aus der Verbandsarbeit der Personaldienstleister.

Zum XING Profil