EU-Kommission prognostiziert wirtschaftliche Erholung

Von der EU-Kommission wird die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum und in der EU so positiv wie lange nicht mehr beurteilt. Laut Frühjahrsprognose soll die Wirtschaft im Euro-Raum dieses Jahr um 1,5 Prozent wachsen und in der EU sogar um 1,8 Prozent. Für 2016 erwartet die EU-Kommission Zuwächse von 1,9 Prozent im Euro-Raum und 2,1 Prozent in der EU. „Die europäische Wirtschaft erlebe das ‚erfolgreichste‘ Frühjahr seit mehreren Jahren“, zitiert die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) EU-Währungskommissar Pierre Moscovici.

Hauptgründe für die andauernde wirtschaftliche Belebung seien die Schwäche des Euro, niedrige Ölpreise und die lockere Geldpolitik. Von den Mitgliedsstaaten forderte Moscovici bei der Vorstellung der Frühjahrsprognose weitere Wirtschaftsreformen und eine solide Haushaltspolitik. Außerdem kündigte er an, dass die von seiner Behörde vorangetriebene „Investitionsoffensive“ für Europa Früchte tragen werde. Während die Arbeitslosenquote langsam sinken werde, würden die Verbraucherpreise in der zweiten Jahreshälfte anziehen.

Für Deutschland prognostiziert die EU-Kommission ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent in diesem Jahr und von 2,0 Prozent in 2016. „Moscovici forderte Berlin wieder einmal zu mehr Investitionen auf, dafür gebe es haushaltspolitischen Spielraum“, schreibt die FAZ. Diesen Spielraum sieht die EU-Kommission, weil sie sowohl für dieses als auch für das nächste Jahr einen leichten Haushaltsüberschuss für Deutschland erwartet. Gleichzeitig geht die Brüsseler Behörde davon aus, dass Deutschland seine Staatsschulden weiter abbauen wird – „von 74,7 Prozent im vergangenen auf 68,2 Prozent im kommenden Jahr“, so die FAZ.

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