Einzelhandel und Dienstleistungsunternehmen in Deutschland verzeichnen Wachstumsplus – Beschäftigung steigt

Die deutschen Dienstleistungsunternehmen erzielten ein Plus bei ihrer Geschäftstätigkeit und konnten mehr Neuaufträge verzeichnen, wie aus einer Umfrage des Markit- Instituts unter 500 deutschen Dienstleistungsunternehmen hervorgeht. Der vom Markit-Institut herausgegebene Einkaufsmanagerindex „PMI“ (Purchasing Manager’s Index) – eine Befragung unter Einkaufsmanagern der Industrie – legte im Vergleich zum Vormonat jedoch nur leicht um 0,4 Punkte auf 52,0 Zähler zu. Gleichzeitig wurde der Umsatz in deutschen Einzelhandelsunternehmen im Juli dieses Jahres zum sechsten Mal in Folge gesteigert.

„Der saisonbereinigte Hauptindex notierte im Juli mit 54,4 (Juni 53,7) abermals über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung des Markit-Instituts zum Dienstleistungsindex Deutschland. Damit verzeichnen die Ökonomen nunmehr seit drei Jahren ein Wachstum dieses Indikators. Der Grund für den Index-Anstieg ist eine erhöhte Nachfrage und höhere Investitionen bei den befragten Unternehmen. „In fünf der sechs von der Umfrage erfassten Sektoren wurden Zuwächse registriert. Lediglich im Bereich Transport & Lagerhaltung schrieb man ein Minus“, schreibt das Markit-Institut dazu. Die im sogenannten „Composite Index Produktion“ zusammengefassten Resultate für Industrie- und Dienstleistungssektor erhöhten sich gleichzeitig leicht um 0,9 Zähler auf 55,3 Punkte.

Sowohl im Einzelhandel wie in den Dienstleistungsunternehmen wurde im Juli außerdem mehr Personal eingestellt. Die Einzelhandelsunternehmen zeigten sich dem Markit-Institut zufolge „weiter einstellungsfreudig und beschäftigten mehr Mitarbeiter als im Monat zuvor“. Gleiches trifft auch auf die deutschen Dienstleistungsunternehmen zu, die mehr Beschäftigte einstellten, „um den Aufträgen zeitnah zu entsprechen und zusätzlich die Kapazitäten zu erweitern“.

Die Ökonomen des Instituts erfragten weiterhin die Aussichten bei den Unternehmen im Einzelhandel und Dienstleistungssektor. Während sich bei den Einzelhändlern die Zuversicht im Hinblick auf die Umsätze im nächsten Monat „deutlich eintrübte“, erwarteten die Dienstleistungsunternehmen generell, dass „sich das Wachstum auch über die nächsten zwölf Monate fortsetzen wird“, erklärt Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. Allerdings verzeichnete das Institut einen Rückgang des Indexes in diesem Bereich, was den Forschern zufolge den Ungewissheiten in Folge eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) geschuldet ist.

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