Ein Viertel der Ruheständler arbeitet weiter – fast ausschließlich freiwillig

Eine strikte Trennung zwischen Erwerbsleben und Ruhestand entspricht immer weniger der Lebenswirklichkeit der Menschen. Jeder zweite Deutsche im Alter von 55 bis 70 Jahren übt eine Erwerbstätigkeit aus. Im Ruhestand ist annähernd ein Viertel der bis zu siebzig Jahre alten Menschen noch erwerbstätig – und das überwiegend nicht aus finanziellen Gründen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie zur Lebenssituation der 55 bis 70 Jahre alten Deutschen, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und der Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsentwicklung, Norbert Schneider, am Mittwoch in Berlin vorgestellt haben. Die Untersuchung macht deutlich, dass sich 39 Prozent der Menschen dieser Altersgruppe vorstellen können, nach ihrem Eintritt in den Ruhestand noch einmal einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In der Studie „Transitions and Old Potential“ (TOP) wurden bei 5.000 Befragten die Lebensspanne des Übergangs in den Ruhestand untersucht und dabei erstmals auch die persönlichen Motive und Wünsche der Betroffenen erforscht.

„Lediglich vier Prozent derjenigen, die das tun, geben ausschließlich finanzielle Gründe dafür an, dass sie weiter im Erwerbsleben sind. Mehr als die Hälfte nennt nichtökonomische Motive wie Freude an der Arbeit, den Erhalt geistiger Leistungsfähigkeit oder den Kontakt zu anderen Menschen als Grund. Für fast 70 Prozent ist die Weitergabe von Wissen und Erfahrung der Grund dafür, weiterhin zu arbeiten“, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ).

Minister de Maizière sagte, die Studie zeige ein positives Bild dieser Generation. Die Menschen dieser Altersgruppe wollten keine scharfe Trennung zwischen Arbeitsleben und Ruhestand: „Hier ist eine Generation, die aktiv und optimistisch ist. Das sollten wir nutzen.“ Der Minister ließ erkennen, dass er sich mehr ehrenamtliches Engagement dieser Personengruppe wünscht. Die Studie ergab, dass fast 60 Prozent der Befragten sich vorstellen können, künftig ein „bürgerschaftliches Engagement“ zu übernehmen.

Der Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsentwicklung Schneider sagte, die Menschen lebten heute nicht nur länger und bei besserer Gesundheit als frühere Generationen, sie seien „im Mittel“ auch höher gebildet und wirtschaftlich bessergestellt. Die durch die höhere Lebenserwartung „gewonnenen Jahre“ verlängerten das Leben nicht an dessen Ende, sondern in der Mitte. Die klassische Dreiteilung des Lebenslaufs in eine Ausbildungs-, eine Produktivitäts- und eine Ruhestandsphase löse sich immer mehr auf, sagte Schneider laut FAZ.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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